Nigeria

Nigeria ist eigentlich aufgrund seines Öl- und Gasvorkommens ein sehr reiches Land. Leider spiegelt sich das nur sehr wenig im Alltag der dort lebenden 140 Millionen Menschen wieder.
Viele Menschen müssen beispielsweise mit zwei Stunden Strom pro Tag auskommen. Um diesem negativen Sachverhalt entgegen zu wirken, haben sich viele Nigerianer einen Stromgenerator zugelegt. Damit können sie rund um die Uhr Strom generieren. Allerdings haben diese Generatoren den Nachteil, dass sie ständig in Betrieb, einen Lärm produzieren, der vor allem nachts unüberhörbar ist. Strom aus Kraftwerken, wie wir ihn kennen, gibt es dort allemal zwei Stunden pro Tag und das auch nicht immer regelmäßig zur selben Uhrzeit oder Tageszeit.
Die zweitgrößte Volkswirtschaft des afrikanischen Kontinents hat bis zum Jahr 2020 Großes vor. Innerhalb der nächsten acht Jahre will Nigeria zum Club der zwanzig größten Volkswirtschaften der Welt aufsteigen. Mit etwa 150 Millionen Einwohnern ist Nigeria das bevölkerungsreichste Land Afrikas und unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nach Südafrika das zweitwichtigste Land in Afrika südlich der Sahara. Nigeria verfügt über sehr große Erdöl- und Erdgasvorkommen. Es ist größter Ölproduzent Afrikas und verfügt über die größten Erdgasreserven Afrikas.
Die Energieversorgung ist zentrales Thema der nigerianischen Politik. Dabei sollen Projekte der Versorgungsunternehmen für den Zugang zu Erdgas, der Anlagenbauer und Berater zur Sicherung der Elektrizitätsversorgung durch konventionelle und durch erneuerbare Energien in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Im Mittelpunkt steht die Verbesserung der Stromversorgung in Nigeria durch die Erhöhung von Kraftwerkskapazitäten (Öl und Gas) und den Ausbau der Verteilungskapazitäten, aber auch der Einsatz erneuerbarer Energien.