Landpack: Nachhaltige Verpackungen für Lebensmittelversand

Kleine Idee, große Wirkung: Der Versandhandel von Lebensmitteln steht vor rasantem Wachstum. Dabei könnte Stroh eine ganz entscheidende Rolle spielen – denn das bayerische Cleantech-Unternehmen Landpack verwendet das Nebenprodukt der Getreideernte, um daraus ökologische Verpackungsmaterialien zu machen. Die Nutzung von Styropor, Plastik und anderen auf Erdöl basierenden Materialien soll bald der Vergangenheit angehören.

cleanthinking-landpack-landbox-16. März 2017. Stroh fällt als Nebenprodukt bei der Getreideernte an und kann zu mehr als 30 Prozent vom Feld entfernt werden – ohne ökologische Nachteile. Das zeigt: Der Rohstoff ist in großen Mengen und überall verfügbar. Und ein wertvoller Rohstoff: Das ostdeutsche Cleantech-Unternehmen VERBIO etwa hat ein Verfahren entwickelt, mit dem auf Basis von Stroh Biomethan gewonnen werden kann. Zwei Tonnen Stroh reichen, um einen Erdgas-PKW ein Jahr lang zu betreiben.

Doch die Strohhalme haben seit jeher bekannte hervorragende Dämmeigenschaften, die immer häufiger auch im Hausbau zum Tragen kommen. Diese besondere Eigenschaft nutzen auch Dr. Thomas Maier-Eschenlohr und seine Frau Patricia – allerdings nicht für den Hausbau, sondern vielmehr um wirklich ökologische Isolier- und Schutzverpackungen auf den Markt zu bringen.

Landpack: Stroh ist das neue Styropor

„Die Idee hatten wir 2013, weil wir für den Hofladen meiner Eltern nach Möglichkeiten suchten, Lebensmittel ökologisch und sicher für den Versand zu verpacken“, berichtet Maier-Eschenlohr. Bislang werden im Lebensmittel-Versand vor allem Styropor, Plastik und andere, wenig nachhaltige, Verpackungsmaterialien eingesetzt. Zwei Jahre sondierte das Ehepaar die Lage, beobachtete den Markt und probierte unterschiedliche Materialien aus. In der heimischen Küche entstanden die ersten Prototypen.

Landpack LandboxDie Wahl fiel letztlich auf Stroh: „Stroh ist insbesondere feuchtigkeitsregulierend, aber auch geruchsneutral und isoliert genauso gut wie Styropor“, zählt der Unternehmer einige der Vorteile auf. Im nächsten Schritt konzipierte der Medizintechnik-Ingenieur die Produktionsanlage – basierend auf den Standards der Lebensmitteltechnik. In dem thermodynamischen, patentierten Verfahren von Landpack wird das Stroh vollautomatisch zu Platten gepresst und dabei prozessintegriert gereinigt. Es kommen keine Klebstoffe zum Einsatz. Anschließend wird die Platte mit einer biologisch abbaubaren Folie umhüllt.

Aus sechs bis sieben solcher Platten entsteht schließlich die Landbox – je nach Variante beispielsweise mit zusätzlichem Deckel, um die Isolierwirkung für gekühlte Lebensmittel zu verstärken. Selbst Weinflaschen können vorteilhaft verschickt werden: Stroh hat eine zusätzlich stoßdämpfende Wirkung. „Stroh ist das neue Styropor – nur viel ökologischer und umweltfreundlicher in der Herstellung als Isolierverpackung“, ist sich Patricia Eschenlohr sicher.

Landpack setzt auf energiesparende Produktion

Landpack Team im Stroh versunkenIn der Herstellung benötigen die Münchner 20 Kilowattstunden je Kubikmeter – der Energieaufwand bei der Fertigung von Styropor ist 50mal höher: „Jeder einzelne Strohhalm enthält unzählige Luftkämmerchen, die für die hohe Isolierwirkung sorgen. Ein Dämmmaterial mit idealen Eigenschaften liegt auf dem Feld. Wir müssen es nur nutzen. Styropor basiert auf Erdöl und der Energieaufwand zu Herstellung ist gewaltig“, erklärt Maier-Eschenlohr. Pro Box wird – je nach Größe – ungefähr ein Kilo Stroh benötigt.

Die Innovation von Landpack stößt im E-Commerce seit der Markteinführung 2015 auf überwältigende Resonanz. Einer der ersten Partner war schon früh der Wellpappenhersteller Klingele. Die Andechser Molkerei setzt die Landbox mitsamt wassergefüllter Kühlelemente ein. Auch der Feinkosthändler Käfer ist mit von der Partie. „Wir haben auch Anfragen aus Amerika, wollen uns aber erstmal in Europa etablieren“, sagt Patricia Eschenlohr über die weiteren Pläne von Landpack.

Landpack expandiert und entwickelt weiter

Die Landbox Hanf von LandpackFür die geplante Expansion hat das Cleantech-Unternehmen Landpack gerade einen weiteren Standort bezogen mit mehr als 1.500 Quadratmeter Produktionsfläche, großzügigen Außenflächen, vielen schönen Büros, einer Cafeteria und sogar Mitarbeiterwohnungen. Die Standorte für technische Entwicklung einerseits und Produktion andererseits wurden getrennt.

Ideen für weitere Produkte und die Weiterentwicklung der „Strohbox“ sind auch in Zukunft reichlich vorhanden: Inzwischen gibt es auch die Landbox aus Hanf (siehe Foto) und eine kompostierbare Isoliertasche.

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Batterierecycling: Eine Milliarde Batterien pro Jahr

Eine Fabrik zum Batterierecycling der REDUX GmbH wird künftig Altbatterien aus 20 europäischen Ländern wiederaufbereiten – 25.000 Tonnen pro Jahr. In Offenbach ist dafür im Juni eine neue High-Tech-Anlage in Betrieb gegangen. Verbesserte Technologien sollen den Weg für eine boomende Branche bereiten, denn durch die wachsende Bedeutung von Elektromobilität  und Stromspeichern sowie dem ungebrochenen Hype um Smartphones und Tablets wird effizientes Batterierecycling immer wertvoller.

Redux recycelt Batterien21.06.2016. Batterien für den Hausgebrauch sind nicht nur alltägliche Speichermedien, sondern enthalten oft auch Schwermetalle, die die Umwelt belasten. Ihre Entsorgung und Aufbereitung ist entsprechend aufwändig, denn Batterien gehören noch immer in den Sondermüll. Das Unternehmen REDUX hat sich als Pionier für Batterierecycling einen Namen gemacht und ist inzwischen Weltmarktführer in der Branche.

An seinem Standort in Dietzenbach war REDUX an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen. „Dort konnten im Jahr maximal 12.000 Tonnen Altbatterien verarbeitet werden“, so Geschäftsführer Holger Kuhlmann. Neben dem Firmen-Hauptsitz in Bremerhaven ging deshalb im Juni eine größere und modernere Recyclinganlage in Offenbach in Betrieb, die Batterien aus 20 europäischen Ländern wiederverwertet. Mit neuen, verbesserten Technologien wird angestrebt, einen echten Wertstoffkreislauf bei Gerätebatterien zum industriellen Standard zu machen. Alte Batterien werden in ihre Bestandteile zerlegt und als Sekundärrohstoffe wieder für die Batterieherstellung eingesetzt – so sieht die spezielle Recyclingmethode von REDUX aus.

Mehr Kapazität zum Batterie-Recycling in Offenbach„Neben den wirtschaftlichen und ökologischen Vorteilen verbessert sich durch dieses Verfahren und die neue Anlage auch die stoffliche Verwertungsquote“, sagt Holger Kuhlmann. 25.000 Tonnen – rund eine Milliarde Batterien – diese riesige Menge will die REDUX GmbH in Offenbach pro Jahr recyceln. Das entspricht einem Achtel aller EU-weit gesammelten Batterien. Die Sortierung erfolgt laut Unternehmen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 30 Batterien in der Sekunde. Zwei Millionen Euro hat das Unternehmen in den neuen Standort investiert, knapp 40 Mitarbeiter sollen hier arbeiten.

Auch beim Recycling von Lithium-Batterien, die z.B. in Elektroautos, Laptops oder Mobiltelefonen verwendet werden, strebt REDUX die Marktführerschaft an. Dafür setzt es auf die Kompetenzen des österreichischen Unternehmens Saubermacher, das kürzlich die 100-prozentigen Anteile von REDUX übernommen hat. Saubermacher betreibt im Bereich Lithium-Batterien seit fünf Jahren intensive Forschungsarbeit. Alkali-Mangan- und Zink-Kohle-Batterien, die mit von REDUX recycelten Batteriebestandteilen hergestellt werden, sind bereits seit 2015 erfolgreich auf dem Markt.

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Heliatek schließt 80 Mio. Euro Finanzierungsrunde

Das, was Heliatek geschafft hat, ist eine Finanzierungsrunde im Cleantech-Sektor, die aufhorchen lässt: Heliatek hat 80 Millionen Euro eingeworben, um sein Fertigungsvolumen auf eine Jahreskapazität von 1 Million m² zu erweitern. Die Finanzierung setzt sich aus Eigenkapital in Höhe von 42 Millionen Euro, Darlehen über 20 Millionen Euro und circa 18 Millionen Euro an Fördermitteln zusammen.

Anwendungsbeispiele für biegsame, organische Solarmodule hinter Glas in der Fassade der Heliatek GmbH, fotografiert am 23. März 2015 am Standort Dresden-Kaditz. Foto: André Wirsig für Heliatek

Anwendungsbeispiele für biegsame, organische Solarmodule hinter Glas in der Fassade der Heliatek GmbH, fotografiert am 23. März 2015 am Standort Dresden-Kaditz.
Foto: André Wirsig für Heliatek

21. September 2016. „Wir sind sehr stolz, diese Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen zu haben. So können wir unsere weltweite Führungsposition im Bereich der organischen Solarfolien weiter ausbauen und die nächste Phase unserer Unternehmensexpansion beginnen. Wir werden mit Hilfe unserer Technologie die dezentrale Energieerzeugung an Fassaden von Industrie- und Gewerbebauten ermöglichen“, erklärt Thibaud Le Séguillon, Heliatek CEO. “Wir verfolgen klar unsere Strategie, weltweit einen BIOPV-Markt (gebäudeintegrierte organische PV) zu schaffen, indem wir zukünftig große Mengen unseres HeliaFilm® an unsere Kunden in der Bau- und Baumaterial-Branche liefern.“

Die Finanzierungsrunde wird von innogy SE angeführt, einem der führenden europäischen Energieunternehmen. Zu den weiteren, neuen Investoren gehören auch ENGIE, BNP Paribas und die CEE Group – eine Investmentgesellschaft der Lampe Equity Management, die sich auf erneuerbare Energien spezialisiert hat. Die bestehenden Kapitalgeber AQTON SE, BASF Ventures, eCAPITAL AG, HTGF, Innogy Venture Capital, TUDAG und Wellington Partners nehmen ebenfalls an dieser Runde teil. Peter Terium, Vorstandsvorsitzender der innogy SE, unterstreicht: „Heliatek ist eine echte Erfolgsstory, das freut mich sehr. Schon seit 2009 sind wir an Heliatek beteiligt. Durch unser frühes Engagement haben wir die Möglichkeit, den Markt für eine der spannendsten Innovationen im Bereich der erneuerbaren Energien mitzugestalten.“

Die Europäische Investitionsbank (EIB) gewährt Heliatek über das „InnovFin-Programm (EU Finance for Innovators)“ einen Kredit von 20 Millionen Euro. Dieses Programm ist eine gemeinsame Initiative der EIB in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission innerhalb von Horizon 2020. „Die EIB setzt sich für die Unterstützung von Innovationen in Europa ein. Darlehen für innovative, mittelgroße Unternehmen wie Heliatek sind entscheidend für die Entwicklung einer wissensbasierten Wirtschaft in Europa“, betont EIB Vizepräsident Ambroise Fayolle, der verantwortlich für die EIB-Geschäfte in Deutschland ist.

Das Unternehmen hat sich außerdem für die neu entwickelte „KETs Pilot Lines project“ Technologie- und Innovationsförderung beworben, die durch den Freistaat Sachsen vergeben und vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert wird. Es werden Fördermittel bis zu 18 Millionen Euro während der Projektlaufzeit erwartet. Ministerpräsident Stanislaw Tillich hebt hervor: „Heliatek steht beispielhaft für die Innovationskraft der sächsischen Wirtschaft. Die Staatsregierung ist vom Potential und den weiteren technologischen Entwicklungsmöglichkeiten der Branche und des Unternehmens überzeugt. Bei der Photonik gehört Sachsen zu den führenden Regionen.“

„Diese Finanzierungsrunde ist ein außerordentlich großer Erfolg für das Team, gerade in Deutschland und vor allem für ein Hochtechnolgieunternehmen wie Heliatek”, kommentiert Dr. Paul-Josef Patt, CEO von eCAPITAL, „Die Finanzierung ermöglicht jetzt die Kommerzialisierung dieser disruptiven Technologie durch den Technologieführer. Die Umsetzung der Vision einer dezentralen, erneuerbaren Energieversorgung kommt damit einen wesentlichen Schritt voran.“

Heliatek plant, die neue Fertigungsanlage am Standort in Dresden innerhalb der kommenden 18 Monate zu installieren. Die Anlage besitzt bei voller Auslastung eine Kapazität von 1 Million Quadratmeter Solarfolien pro Jahr. Gleichzeitig wird das Unternehmen mit der weltweiten Vermarktung seiner HeliaFilm -Produkte für die Baumaterial- und Automobilbranche fortfahren. Diese Entwicklungen schaffen voraussichtlich mehr als fünfzig neue High-Tech-Arbeitsplätze in Sachsen. (Quelle: Heliatek)

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Effiziente Biogasgewinnung bei hohem Ligninanteil

MWK Bionik GmbH ist ein Lösungsanbieter für bionische Produkte und Bioenergie-Erzeugnisse. Mit dem Fokus auf die Verbindung von Anlagenbau und Mikrobiologie und der resultierenden Entwicklung eines BMT- Systems, schafft MWK Bionik eine effizientere und flexiblere Roh- und Reststoffverwertung in Biogasanlagen. Die Innovation von nachhaltiger Energie im regenerativen Markt ist die Passion von MWK Bionik.

mwk-foto-personal15. November 2016. Das oberbayerische Unternehmen mit Sitz in Bad Endorf wird morgen im Finale der StartGreen Awards vertreten sein. Als eines von vielen Cleantech-Unternehmen setzte sich die MWK Bionik GmbH in der Kategorie „Junge Unternehmen“ durch. Im Vorentscheid stellte Geschäftsführer, Matthias Wackerbauer, seine 2005 gegründete Firma vor. Mit seiner 17-jährigen Erfahrung in der Biogas-Branche gehört er zu den „alten Hasen“, die mit viel Know-How im Bereich erneuerbare Technologien trumpfen.

„Das Unternehmen wurde aus dem Ansporn heraus gegründet, effizienter und umweltschonender regenerative Energie durch Biogas zu produzieren“, so Wackerbauer. Das von MWK Bionik entwickelte BMT-System ist ein Meilenstein in der Biogas-Branche. Es ist ein „gezieltes Zusammenspiel von biologischen, mechanischen und thermokatalytischen Prozessen“, sagt der Geschäftsführer Wackerbauer. Durch das BMT-System gelingt das Vergären ligninhaltiger Materialien wie Stroh, Pflanzen- und Holzresten, auch Blättern und kleinen Ästen, um so günstigere Einsatzstoffe für Biogasanlagen zu ermöglichen.

„Die herkömmlichen Verfahren zum Lignin-Aufschluss verursachten bisher hohe Celluloseverluste und schlechte Gaserträge, und sind unrentabel“, so Wackerbauer. Das BMT-System kann jetzt bis zu 90 Prozent der organischen Trockensubstanz, z.B. Stroh, in Biogas umwandeln. Durch die Verwendung des Abfallproduktes Stroh werden die sonst für Mais genutzte Anbauflächen (Monokultur) wieder für andere Feldfrüchte frei. Dadurch wird die Akzeptanz von Biogasanlagen in der Bevölkerung deutlich erhöht.

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Energie aus Zuckerrohr-Abfällen

Insbesondere in Entwicklungs-und Schwellenländern bietet die BMT-Technologie eine hervorragende Möglichkeit der Nahrungsmittelkonkurrenz durch den Anbau von Lebensmittelpflanzen für die Energieproduktion zu begegnen, indem nur noch Roh- und Reststoffe, wie z.B. der aus der Zuckerrohrherstellung entstehende Abfall Bagasse verwertet werden. So können z.B. die bei der Verarbeitung von Zuckerrohr jährlich anfallenden Millionen Tonnen Bagasse für die Energieproduktion eingesetzt werden. Dies reduziert nicht nur die Abfallberge, sondern auch den Ausstoß von CO2 und Methan.

Auch in Zukunft wird die MWK Bionik GmbH bei der Roh- und Reststoffnutzung effizientere und ökologisch noch bessere Lösungen für Biogasanlagen entwickeln. Zunächst gilt es, viele optimierungsbedürftige Biogasanlagen auf Strohvergärung umzurüsten. Das klare Ziel ist, den Anfall von Kohlendioxid durch diese Technologie deutlich zu reduzieren.

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Industrial Solar macht energieintensive Industrie erneuerbar

Industrial Solar aus Freiburg ist in vielen Regionen als Dienstleister gefragtIndustrial Solar, Cleantech-Unternehmen aus Freiburg, ist darauf spezialisiert, die Energieversorgung energieintensiver Industrieunternehmen nachhaltig auf erneuerbare Energien umzustellen. Dabei ist die Ausgründung des Fraunhofer ISE-Instituts stets an ganzheitlichen Technologiekonzepten interessiert. Mit dem solarthermischen Fresnel-Kollektor ist im Laufe der Zeit eine Technologie entwickelt worden, die Wärme und Kälte besonders effizient bereitstellt – und mit der kein anderes Unternehmen weltweit mehr Erfahrung hat als der Global Player Industrial Solar.

Einerseits ist Industrial Solar als Global Player in vielen Regionen der Welt in Projekte involviert – andererseits aber durch den Standort Freiburg und die Nähe zum Fraunhofer-Institut auch der Heimat verbunden. Zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme modifiziert Industrial Solar bestehende Technik mit ganzheitlichen Lösungen durch den Einsatz erneuerbarer Energien.

Fresnel-Kollektorfeld mit 272 kW in Südafrika

Industrial Solar betreibt Fresnel-Kollektorfeld in Südafrika

Erfolgreich ist die Technologie des Fresnel-Kollektor beispielsweise seit zwei Jahren beim südafrikanischen Mobilfunkanbieter, MTN, in Johannesburg in Betrieb. Das dortige Fresnel-Kollektorfeld mit einer thermischen Peakleistung von 272 Kilowatt betreibt eine zweistufige Absorptionskältemaschine mit einer Kühlleistung von 330 Kilowatt. „Das Besondere ist, dass die Kälte zur Kühlung eines Datacenters verwendet wird“, erzählt Geschäftsführer Tobias Schwind stolz, verantwortlich u.a. für den afrikanischen Markt. Dadurch werden der Verbrauch fossiler Brennstoffe und CO2-Emissionen reduziert.

Das südafrikanische Projekt wurde im Rahmen des „dena-Solarprogramms“ gefördert. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) unterstützt Solarunternehmen bei der Erschließung von Auslandsmärkten. „In Zielländern werden Solarthermie-, Photovoltaik- und solare Kühlungsanlagen öffentlichkeits- und werbewirksam auf Einrichtungen installiert“, so Schwind.

Für Engagement in Entwicklungs- und Schwellenländern ausgezeichnet

Im Februar 2016 erhielt das Unternehmen den IKU Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU) von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks in der Kategorie „Technologietransfer für herausragende Innovation“. Geehrt wurde Industrial Solar für sein solarthermisches Fresnel-Kollektorsystem für industrielle Prozesswärme. Der Einsatz des Fresnel-Kollektors ist insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern bedeutsam. „Ortsansässige werden in das System eingearbeitet und halten es selber in Stand. Das schafft Arbeitsplätze und hält die Wertschöpfung in der Region“, so Zahler.

Neben dem Fresnel-Kollektor integriert die Firma auch andere Technologien in die Gesamtsysteme – und optimiert damit stets bestehende Anlagen. Das Unternehmen konzentriert sich bewusst auf energieintensive Industrieunternehmen, da die Industrie im Mittel etwa doppelt so viel thermische wie elektrische Energie benötigt. Die Vormontage der Anlagenbestandteile findet in Deutschland statt. Die Endmontage vor Ort verringert durch den kompakten Transport CO2-Emissionen. „Unsere Vision ist die Vollversorgung der Industrie mit 100 Prozent erneuerbaren Energien“, blickt Zahler voraus.

(Bildrechte Industrial Solar)

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