Elektromobilität: Lilium Aviation bekommt 90 Mio. Dollar für elektrisches Air Taxi

Diese Entwicklung sorgt für Aufsehen: Lilium Aviation, ein Münchner Cleantech-Startup, das den persönlichen Transport mit kleinen Elektroflugzeugen als Air Taxis revolutionieren will, hat eine Finanzierungsrunde über 90 Millionen US-Dollar abgeschlossen. An den zweisitzigen Elektro-Jet von Lilium Aviation glauben u.a. der chinesische Internetgigant Tencent Holdings, die köngliche Familie Liechtensteins, Skype-Gründer Niklas Zennstrom mit seiner Investment-Firma Atomico und der Twitter-Mitgründer Evan Williams. Vor einigen Monaten hatte Lilium einen erfolgreichen Testflug absolviert.

Der Lilium JetElektromobilität News, 5. September 2017. Spricht man mit Piloten aus Deutschland, so sind diese extrem zurückhaltend und skeptisch, was die Zukunft sogenannter Flugautos oder kleiner Elektro-Flugzeuge angeht. Denn: Die Regularien im deutschen Luftraum hätten sich in den vergangenen Jahren eher in die entgegengesetzte Richtung entwickelt. Es müsse viel passieren, dass die Technologie von Lilium Aviation, Rotorvox oder Volocopter in Deutschland abheben dürfe.

Dennoch: Mit der Finanzierungsrunde setzt der Münchner Pionier für kleine Elektro-Flugzeuge, Lilium Aviation, ein Ausrufezeichen – und die neuen Investoren aus China und Liechtenstein deuten darauf hin, dass nicht unbedingt der deutsche Flugraum entscheidend sein wird für den Erfolg von Lilium Aviation. Es geht um ein weltweites Wettrennen für eine neue Form des Personentransports, die es zB möglich machen könnte, die Anfahrtszeit von New York City zum Flughafen drastisch zu reduzieren.

Lilium-Jet besonders energieeffizient

Lilium Aviation grenzt sich von konkurrierenden Unternehmen in diesem Bereich insbesondere dadurch ab, dass die Münchner besonders viel Wert auf Energieeffizienz, also auf Cleantech, legen. Der Start und die Landung des Lilium-Jets sind vertikal möglich, was die Flexibilität massiv erhöht. Das Flugzeug startet und landet also eher wie ein Helikopter, fliegt dann aber – das ist der Clou der Technologie – senkrecht voraus.

Zu den Frühphasen-Investoren von Lilium Aviation gehört u.a. auch Frank Thelen mit seiner neu benannten Firma Freigeist Capital. Heute, pünktlich zum Start der neuen Staffel der VOX-Sendung Die Höhle der Löwen, in der sich Startups einer Investoren-Jury präsentieren, platzt die Meldung der famosen Finanzierungsrunde für Lilium heraus. Eine zeitliche Punktlandung.

Nach Angaben der New York Times arbeitet das Lilium Team derzeit an einer Art Air Taxi, einem fünfsitzigen Jet, der etwa Pendler aus der Umgebung einer Großstadt zum Arbeitsplatz bringen soll. Lautlos und ohne Stau durch die Lüfte – bis zu 300 Kilometer Reichweite könnte das Luft-Taxi eines Tages haben und 300 km/h in der Spitze fliegen. Ziel von Lilium ist es, aus der Nische in den Massenmarkt vorzudringen. Ein Fakt, der u.a. das E-Commerce-Unternehmen Tencent überzeugt.

Der Beitrag Elektromobilität: Lilium Aviation bekommt 90 Mio. Dollar für elektrisches Air Taxi erschien zuerst auf CleanThinking.de.

Powered by WPeMatico

Lilium: Meilenstein auf Weg zum elektrischen Flugtaxi

Lilium Aviation hat einen bedeutsamen Meilenstein erreicht: Das Münchner Jung-Unternehmen, an dem u.a. Höhle-der-Löwen-Investor Frank Thelen und Skype-Gründer Niklas Zennström (via Atomico) beteiligt sind, hat den Jungfernflug seines „Flugtaxis“ in einem beeindruckenden Video dokumentiert. Der Weg bis zum täglichen Einsatz dieses senkrecht startenden Flugautos ist zwar noch weit – aber die technischen Fortschritte für Fluggeräte wie das von Lilium sind enorm.

Jungfernflug des Lilium Jet 201721. April 2017.  Die Konzepte der Flugauto-Pioniere weltweit sind ganz unterschiedlich. Sie heißen Rotorvox, E-Volo oder AeroMobil – und haben eines gemeinsam: Sie wollen den Luftraum erschließen, um Verkehrs- und Umweltprobleme zu lösen. Keines der Konzepte scheint darauf ausgelegt zu sein, als reines Spaßmobil zu fungieren.

Der Lilium Jet

Lilium mit einzigartigem Konzept

Insbesondere das Konzept von Lilium aus München sticht jedoch hervor: Deren Flugtaxi oder Flugauto wird rein elektrisch betrieben und startet und landet senkrecht wie ein Hubschrauber. Andere Flugautos, wie das AeroMobil, hingegen, benötigen 500 Meter freie Bahn, um zu starten – für den urbanen Verkehr keine gute Voraussetzung.

Der Lilium Jet ist ein Leichtflugzeug, das durch 36 elektrische Jet-Turbinen angetrieben wird, die über 12 bewegliche Klappen direkt an den Flügeln angebracht sind. Zum Start werden die Klappen nach unten gerichtet, um senkrechten Auftrieb zu erzeugen. Ist der Jet in der Luft, bewegen sich die Klappen langsam in eine horizontale Position, und erzeugen so Vorwärtsschub. Dabei wird der gesamte Auftrieb, der benötigt wird, um das Flugzeug in der Luft zu halten, durch die Luft generiert, die über die Flügelflächen strömt– genau wie bei einem herkömmlichen Flugzeug.

Dadurch verbrauche es bis zu 90 Prozent weniger Energie als drohnenähnliche Luftfahrzeuge. Hierdurch soll eine Reichweite von 300 Kilometern rein elektrisch ermöglicht werden. Die Geschwindigkeit von 300 km/h würde dabei helfen, schnell von A nach B zu kommen – beispielsweise, um einen Passagier, der einen Lilium Jet als Flugtaxi gebucht hat, abzuholen.

So stellt sich Lilium Aviation den Landeplatz für seinen Jet vor

Lilium Jet für Berufspendler

Daniel Wiegand - einer der Gründer von Lilium AviationDas Unternehmen plant, einen 5-sitzigen Lilium Jet einzuführen, der besonders das Leben der Berufspendler leichter machen soll. „Das erfolgreiche Flugtest-Programm zeigt, dass unser innovatives technisches Design genau so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagt Mitgründer Daniel Wiegand. „Jetzt können wir unseren Fokus auf die Entwicklung des finalen 5-sitzigen Flugzeugs legen.“

Im Flug ist der Energieverbrauch des Jets nach Angaben von Lilium pro Kilometer vergleichbar zu dem eines elektrischen Autos. Die Kombination von minimaler Infrastruktur auf dem Boden und energieeffizientem Fliegen mache es möglich, den Flug-Taxi Service über die gleiche Distanz zu vergleichbaren Preisen anzubieten, wie Auto-Taxis Services. Sollte dies wirklich eintreten, steht den Flugtaxis weltweit eine große Zukunft bevor.

(Bildnachweis: Lilium Aviation)

Der Beitrag Lilium: Meilenstein auf Weg zum elektrischen Flugtaxi erschien zuerst auf CleanThinking.de.

Powered by WPeMatico

AeroMobil und Co.: Zeit ist reif für fliegende Autos

Während Tesla-CEO Elon Musk in die Tiefe bohren möchte, um Röhrentunnel über mehrere Ebenen befahrbar zu machen und damit großstädtische Verkehrsprobleme zu lösen, gibt es auch die Welt der Autos, die nach oben steigen können, um längere Strecken ohne Verkehr zurücklegen zu können. Diese Woche wird mit dem AeroMobil ein solches „fliegendes Auto“ seine Weltpremiere haben – es hat den Anschein: Die Zeit ist bald reif für fliegende Autos…

Aeromobil: Fliegendes Auto mit Perspektive oder Spielzeug für Reiche?18. April 2017. Einen Tag nach dem Aufritt von Borussia Dortmund beim AS Monaco, wird es im Fürstentum richtig spannend: Übermorgen wird das neue Modell AeroMobil seine Weltpremiere feiern. Es ist das erste kommerziell verfügbare fliegende Auto des in Bratislava in der Slowakei ansässigen Cleantech-Unternehmens – und eines der ersten überhaupt, die am Weltmarkt kurz vor der Verfügbarkeit stehen.

Vor zweieinhalb Jahren hatten die Osteuropäer das AeroMobil als Prototyp in Wien präsentiert. Das Team um CEO Juraj Vaculik und CTO Douglas MacAndrew hat seitdem nach eigenen Angaben unzählige Fortschritte gemacht – und unter anderem die existierenden Regularieren sowohl für Autos als auch für Flugzeuge eingehalten. Im Rahmen des Grimaldi Forums in Monaco soll das AeroMobil einige Tage zu bewundern sein. Die Weltpremiere erfolgt im Rahmen der Top Marques Monaco Supercar Show.

AeroMobil: Bald Vorbestellungen möglich

AeroMobil ist ein voll funktionsfähiges Flugzeug, aber gleichzeitig auch ein Auto mit vier Rädern – dank seines Hybridantriebs, über den wir sicherlich am Donnerstag mehr lernen werden. Noch dieses Jahr will das slowakische Unternehmen Vorbestellungen für die aktuelle Generation entgegen nehmen – wahrscheinlicher Preis: einige Hunderttausend Euro. Wer Hybrid zwischen Flugzeug und Auto möchte, muss auch mit dem entsprechenden Preis kalkulieren.

Konkurrent für AeroMobil: PAL-V

Ziel von AeroMobil ist es, den Tür-zu-Tür-Transport zu vereinfachen. Die Slowaken sind nicht die einzigen, die daran arbeiten – so hat beispielsweise das niederländische Cleantech-Unternehmen PAL-V sein Aeromobil PAL-V Liberty genanntes Flugauto vor einiger Zeit als „bahnbrechendes Produkt“und als „erstes zertifiziertes, kommerzielles Flugauto aller Zeiten“ vorgestellt.

„Nach vielen Jahren harter Arbeit, haben wir es geschafft, ein fliegendes Auto aus der Taufe zu heben, welches weltweit nicht nur die Sicherheitsbestimmungen sondern auch bestehende Gesetze und Regularien in der Luft wie auch auf der Strasse erfüllt“, sagt Robert Dingemanse, CEO von PAL-V.

Im Unterschied zum AeroMobil ist das PAL-V nur mit drei Rädern ausgestattet – und schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h  von 0-100 km/h in ca. 9 Sekunden. Es hat eine Reichweite von ca. 1.300 Kilometer mit einem Verbrauch von gerade einmal 7,6 Litern auf 100 km.

Klar ist aber auch: Cleantech sind Flugautos wie AeroMobil und PAL-V erst dann, wenn wirklich nachhaltige Umwelteffekte erzielt werden – beispielsweise durch besonders sparsames Fliegen (Gyrocopter) oder durch die Reduktion von Staus und anderen innerstädtischen Verkehrsproblemen. Hoffen wir, dass die Vernunft über den Spaß siegen wird.

Der Beitrag AeroMobil und Co.: Zeit ist reif für fliegende Autos erschien zuerst auf CleanThinking.de.

Powered by WPeMatico

Strasse der Zukunft: Cleantech-Unternehmen verändern den Luftraum

Der Blick über die Stadt, raus aus den Fenstern der Wolkenkratzer wird sich radikal verändern. Drohnen, Ultraleichtflugzeuge und Gyrocopter werden das Bild prägen und damit den Luftraum zur Strasse der Zukunft machen. Ziel ist es, kurze Strecken schneller zu überwinden, den gewöhnlichen Straßenverkehr und dessen Lärm- und Schadstoffemissionen zu reduzieren. Den disruptiven Wandel vorantreiben wollen gleich mehrere deutsche Ingenieurteams, die an durchaus unterschiedlichen Konzepten für die Mobilität der Zukunft arbeiten.

Joystick statt Lenkrad: Eines der Cleantech-Unternehmen, die kleine Elektro-Flugzeuge für Jedermann auf den Markt bringen möchten, ist Lilium Aviation aus Bayern. Das vierköpfige Gründerteam hat gerade für Aufsehen gesorgt: 10 Millionen Euro Venture Capital konnten in einer Finanzierungsrunde eingesammelt werden. Quasi seit dem Start schon wird Lilium von Höhle-der-Löwen-Investor Frank Thelen unterstützt.

Lilium-Jet: Flugzeug für Jedermann

Strasse der Zukunft: Lilium Aviation und der Traum vom Flugzeug für JedermannDer Lilium-Jet soll von zwölf Elektroturbinen auf jedem Flügel angetrieben werden und senkrecht starten können. Die Akkus sollen bei einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von 300 km/h für 500 Kilometer reichen – Die Strecke von München nach Leipzig lässt sich damit in weniger als zwei Stunden zurücklegen. Herzstück ist das computergesteuerte System, das den Flugvorgang „supereinfach“ machen soll. Einen Flugschein für Ultraleichtflugzeuge braucht es laut heutiger Luftfahrtordnung trotzdem.

Einen anderen Ansatz hat das Team von Rotorvox gewählt. Bei dem Fluggerät handelt es sich um einen Gyrocopter, dessen Rotor während des Fluges nicht durch einen Motor, sondern alleine vom Fahrtwind angetrieben wird. Ein Pusher-Motor hinter der Pilotenzelle sorgt für Vortrieb. Auftrieb hingegen entsteht durch die sogenannte Autorotation des Rotors.

Leben retten mit dem Rotorvox RV2

Tiefensee zu Besuch bei RotorvoxDer Rotorvox RV2 soll mit seinen spezifischen Vorteilen vor allem gegenüber Hubschraubern punkten: Die Betriebskosten sind günstiger, das Landen auf der Autobahn oder in der Nähe eines Hauses oder einer Unfallstelle viel einfacher möglich als mit dem Hubschrauber. Den Liegend-Transport in einem ihrer Prototypen hat das Thüringer Cleantech-Unternehmen schon vor einiger Zeit mit Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee unter Beweis gestellt.

Der Volocopter des Karlsruher Cleantech-Unternehmens E-Volo schaffte im März dieses Jahres seinen ersten bemannten Flug. „Der Flug war total super“, sagte E-Volo-Geschäftsführer Alexander Zosel im Anschluss. Bereits seit Februar 2016 verfügt der Volocopter VC200 über eine vorläufige Verkehrszulassung als Ultraleicht-Luftfahrtgerät. Der Prototyp der aktuellen Generation, basierend auf einer Struktur aus Faserverbundwerkstoffen und damit in Leichtbauweise gefertigt, wurde zuletzt auch per Fernsteuerung u.a. Dynamik- und Flugmanöver-Tests unterzogen. Der Volocopter beherrscht neben dem Reiseflug die Fähigkeit zum senkrechten Starten und Landen sowie auf der Stelle schweben. Erklärtes Entwicklungsziel der Karlsruher e-volo GmbH ist es, das sicherste Luftsportgerät der Welt zu bauen. Dabei steht auch die Emissionsfreiheit des Flugverkehrs als Vision im Zentrum.

Volocopter VC200: Schubkraft durch Rotoren

Der Volocopter VC200 ist voll elektrisch angetrieben. Die Elektromotoren der 18 Antriebseinheiten werden von neun unabhängigen Akkus versorgt. Der Leistungsbedarf des VC200 beträgt im Schwebezustand bei einem Abfluggewicht von 450 Kilogramm je nach Luftdruck/Temperatur in etwa 45 Kilowatt. Die für den der Schwerkraft entgegengesetzten Auftrieb nötige Schubkraft erzeugen beim Volocopter mehrere individuell und unabhängig angetriebene Rotoren mit jeweils zwei feststehenden Blättern. Im Unterschied zum Hubschrauber kann beim VC200 der Anstellwinkel der einzelnen Rotorblätter nicht verstellt werden.

Strasse der Zukunft wird der Luftraum

Den Traum, nicht nur Kurzstrecken mit dem Elektroflieger zu schaffen, träumt schließlich auch Rafael Domjan: Der Schweizer Abenteurer – mit dem Solar-Schiff PlanetSolar umrundete er einst die Welt – möchte mit dem Solarflieger SolarStratos erstmals den Flug in die Stratosphäre wagen. Verbrennungsmotoren würden bei niedrigem Druck und Temperaturen von Minus 80 Grad ihren Dienst verweigern – Elektromotoren hingegen können den widrigen Bedingungen Stand halten. An dem Projekt sind auch die Österreicher von Kreisel Electric beteiligt, deren besonders leistungsstarke Lithium-Ionen-Akkus für den Stratosphären-Flug ausgewählt wurden.

SolarStratos auf Höhenflug

Das Ziel des Projekts könnte sein, eines Tages auch mit Passagierflugzeugen in der Stratosphäre zu fliegen und durch die verkürzte Strecke die Flugdauer massiv zu verringern. Doch davor ist für 2018 zunächst einmal der rund fünfstündige Jungfernflug der SolarStratos geplant. 2018 wird überhaupt ein besonderes Jahr: Sowohl Lilium Aviation als auch E-Volo wollen 2018 das „Fliegen für Jedermann“ aus der Taufe heben. Werden sich bis dahin die Regularien für das Fliegen in niedriger Höhe so wandeln, dass das möglich und die Strasse der Zukunft der Luftraum wird?

(Bildrechte: e-volo, SolarStratos, Lilium Aviation, Rotorvox)

Der Beitrag Strasse der Zukunft: Cleantech-Unternehmen verändern den Luftraum erschien zuerst auf CleanThinking.de.

Powered by WPeMatico