Nest Thermostat E: Energiesparen leicht gemacht

Intelligente Thermostate gibt es inzwischen einige auf dem Markt – doch viele von ihnen sind teuer und damit noch nicht für jedermann erschwinglich. Das will Nest, Teil des Google-Imperiums, nun mit einem neuen Produkt ändern: Nest Thermostat E ist günstiger als das klassische selbstlernende Thermostat des Cleantech-Unternehmens. Damit soll es für Millionen Haushalte – zunächst in den USA – sinnvoll werden und Energie sparen.

Schlaues Thermostat der Google-Tochter Nest: Nest Thermostat ESmart Home News / 4. September 2017. Nest ist in Deutschland nicht so bekannt, weil das klassische Nest Thermostat beispielsweise erst Ende diesen Jahres auf den deutschen Markt kommen wird. Begründung: Die Anpassung an den hiesigen Markt erfordert noch Zeit. Deutschland hat eine sehr ausgeprägte Heizungslandschaft – insofern absolut verständlich. Nest-Nutzer insbesondere in den USA haben seit der Markteinführung des Nest Thermostats angeblich mehr als 14 Milliarden Kilowattstunden eingespart.

Trotzdem ist es bemerkenswert, dass Nest nun mit dem Nest Thermostat E ein günstigeres Produkt auf den Markt bringt, das ganz ähnliche Funktionen wie der große Bruder haben soll. Neben der frischen, weißen Optik, bietet Nest Thermostat E auch zusätzliche Features und kann ebenso wie das große Vorbild von überall via App gesteuert werden. Vorteil: Nest Thermostat E braucht weniger Anlaufzeit – es wird mit einigen Voreinstellungen ausgeliefert, die vom ersten Tag an Energiesparen ermöglichen sollen.

Das Nest Thermostat E im Video:

Nest Thermostat E hat ein mattiertes Display und soll besonders einfach zu verstehen und zu steuern sein. Ist das Display ausgeschaltet, ist der Monitor grau. Ist es eingeschaltet, ist es durch das neuartige Display besonders gut lesbar. Ganz egal, welche Lichtstimmung gerade herrscht.

Mit Nest Thermostat E mehr als 131 US-Dollar sparen

Das Cleantech-Unternehmen Nest verspricht seinen Konsumenten Energieeinsparungen zwischen 131 und 145 US-Dollar pro Jahr – und rechtfertigt damit den Kaufpreis von 169 US-Dollar. Ein Grund für Energieeinsparung ist, dass das Nest Thermostat E automatisch feststellt, ob sich jemand in einem Raum aufhält – ist das nicht der Fall, wird die Heizung heruntergefahren.

Außerdem kann die Temperatur im Raum jederzeit über Smartphone-App, Laptop oder Smartwatch oder sogar über die Sprachassistenten Google Home und Amazon Alexa kontrolliert werden. Auch die Verbindung mit anderen Produkten aus der Smart Home Welt wie etwa Licht-Lösungen ist möglich. Die Installation von Nest Thermostat E soll in 30 Minuten erledigt sein. Mehr als 20.000 Installateure allein in den USA sollen dabei behilflich sein.

Das Nest Thermostat im Preisvergleich:

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IKEA vertreibt Stromspeicher von sonnen in UK

IKEA entwickelt sich zu einem interessanten Player für Smart Home, LEDs, Erneuerbare Energien – und jetzt auch Energiespeicherung. In Großbritannien vertreibt der einstige Möbelverkäufer inzwischen auch Stromspeicher. Genauer gesagt die Stromspeicher von sonnen und LG. Wird es dieses Angebot bald auch in Deutschland geben?

sonnen und IKEA UK sind PartnerStromspeicher News / 28. August 2017. Beginnend bei 3.000 Pfund gibt es in Großbritannien ein „Solar Battery Storage“ von IKEA und Solarcentury. Solarcentury ist einer der führenden Solarunternehmen auf der Insel. Ziel ist es – in Deutschland ist das schon länger gelernt – 70 Prozent des selbst produzierten Ökostroms vom eigenen Dach auch im eigenen Haushalt zu verbrauchen.

Der gewöhnliche Haushalt kann mit einer PV-Anlage maximal 40 Prozent des Stroms selbst verbrauchen – die Einspeisung ins öffentliche Stromnetz ist mit Verlusten verbunden im Vergleich zum Eigenverbrauch. Hier ist die Situation ganz ähnlich wie heutzutage in Deutschland. In Kombination mit einem Stromspeicher soll das anders werden: Bis zu 80 Prozent der Energie sollen dann vom eigenen Dach kommen.

IKEA möchte damit seinen Kunden dabei helfen, etwas Gutes für die Umwelt und ihren eigenen Geldbeutel zu tun. Die Energiekosten für Haushalte steigen in UK dieses Jahr um 15 Prozent – umso wichtiger und wertvoller ist es, hier entgegen zu wirken. Übrigens können IKEA-Kunden das „Solar Battery Storage“ auch direkt online bestellen über den Solarcentury-Kalkulator. Hier finden sie heraus, wie viel Geld sie sparen können bzw. wann sich ihre Anfangsinvestition amortisiert.

Günstige LEDs bei IKEA kaufen

IKEA ist vom Preisniveau her kein übertrieben teurer Fachhändler, das ist klar. Dementsprechend ist der Einstieg des Handelsriesen in den Markt für Stromspeicher in Großbritannien auch ein Signal an der Preisfront – womöglich wird es in UK nun einen scharfen Wettbewerb zwischen der Tesla Powerwall und den bei IKEA erhältlichen Systemen geben.

Und IKEA wäre nicht das weltbekannte schwedische Möbelhaus, würde es sich mit diesem Angebot zufrieden geben. Die Serie günstiger LED-Produkte heißt RYET und LEDARE – auch damit drängt IKEA in einen neuen Bereich und möchte die – vermutlich – künstlich hoch gehaltenen LED-Preise endlich brechen. Relativ neu im Sortiment sind die TRADFRI LED-Produkte, die via Smart Home-System steuerbar sind:

Hier einige TRADFRI Produkte von IKEA günstig kaufen:

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ehome: Elektrisches Reisemobil mit Solarfolien

Auch im Bereich der Reisemobile bewegt sich der Trend hin zu alternativen Antrieben. Jetzt hat Dethleffs eine erste Studie vorgestellt, die ein rein elektrisches Reisemobil zeigt – vollständig ausgekleidet mit Solarzellen, erinnert das ehome an den SION von Sono Motors. Wird Elektromobilität mit dem ehome damit zum Trend auch im Reisemobil-Markt?

Coole Umweltfreude: ehome von DethleffsElektroauto News / 27. August 2017. Freunde des Caravanings sind meist naturverbunden und haben dementsprechend den Wunsch, auch mit effizienten und umweltfreundlichen Fahrzeugen unterwegs zu sein. Das Reisemobil ehome ist jetzt eines der ersten Reisemobile, das diesem Trend entspricht: Neben dem elektrischen Antrieb wird auch im Wohnbereich darauf geachtet – statt Gas wird beispielsweise mit einem Herd mit Induktionskochfeld gekocht. Also mit Strom.

Lesen Sie hier, wieso das Elektroauto nicht aufzuhalten ist.

Der von Dethleffs entwickelte e.home basiert auf einem Iveco Daily Electric Chassis mit einem flüssigkeitsgekühlten Dreiphasen-Asynchron-Drehstrommotor mit 80 Kilowatt Leistung. Verbaut sind nach Unternehmensangaben Natrium-Nickelchlorid-Batterien mit einer Kapazität von 3 x 76 Ah (400 Volt). Diese sollen komplett recyclebar sein und 1.500 Zyklen schaffen – das entspricht einer Reichweite von 250.000 Kilometern. Eine Besonderheit sind die verbauten Supercaps. Diese Ultra-Kondensatoren können elektrische Energie schneller aufnehmen und abgeben als Batterien und erhöhen damit die Performance des Fahrzeugs und die Lebensdauer der Batterien.

Dethleffs ehome mit speziellen Dünnschicht-Solarzellen

Der Dethleffs ehome  ist großflächig mit speziellen Dünnschicht-Solarzellen bestückt. Auf dem Fahrzeug wurden 31 Quadratmeter dieser speziellen Solarfolie verbaut, was einer möglichen Leistung von ca. drei Kilowatt entspricht. Für die Heizung wurden an mehreren Stellen Latentwärmespeicher-Platten aus PCM (phase change material) verbaut. Die Speicherplatten nehmen bei Temperaturen über 26 Grad Energie auf und geben diese bei kühleren Temperaturen am Abend langsam wieder ab. Zudem gibt es in Boden, Wand und Möbeln Flächen-Heizelemente, die per Infrarot-Wärmewellen den Innenraum erwärmen; dabei jedoch nur die Objekte auf die sie treffen – nicht die Luft.

Ein besonderer Clou ist die elektrische Fensterverdunkelung. Im Reisemobil dient eine Folie, die zwischen den Scheiben der Isolierfenster sitzt und elektrisch gedimmt werden kann, als Schutz vor Blendung und eindringender Hitze sowie als Verdunkelung und Sichtschutz.

ehome: Da darf Smart Home und Connectivity nicht fehlen

Auch Smart Home Trends wurden umgesetzt: Grundvoraussetzung für das „Smart Motorhome“ ist dabei die Digitalisierung und Vernetzung der im Fahrzeug verbauten Komponenten. Das im Dethleffs ehome verbaute CampConnect System ermöglicht eine Komponenten übergreifende Vernetzung. Das System digitalisiert nahezu sämtliche Komponenten im Reisemobil. Diese Vernetzung ermöglicht die einheitliche Bedienung über eine, auf einem Tablet installierte App. Die Steuer- und Anzeigenmöglichkeiten reichen dabei von der Heizung, über das Licht und Strom bis hin zur Zentralverriegelung.

Weitere Informationen zum ehome gibt es auf der Webseite. Bildquelle: Dethleffs

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Mercedes-Benz startet Auslieferung des Energiespeichers

Die Markt für Stromspeicher für Zuhause lebt inzwischen von vielen Ankündigungen und Marketing-Phrasen. Umso erfreulicher ist es, wenn Marktteilnehmer wie Mercedes-Benz ihren Worten auch Taten folgen lassen. Die Daimler-Tochter Deutsche Accumotive hat jetzt mit der Auslieferung vom Mercedes-Benz Energiespeicher begonnen – bislang kamen die Daimler-Speicher eher in industriellen Großprojekten mit dem Ziel der Bereitstellung von Primärregelenergie zum Einsatz.

Mercedes-Benz Energiespeicher: Auslieferung gestartet

Daimler startet Auslieferung von Mercedes-Benz Energiespeichern für Privathaushalte ;
Daimler starts deliveries of Mercedes-Benz energy storage units for private homes;

26. April 2017. „Das Interesse an unserem Mercedes-Benz Energiespeicher ist sehr groß. Wir haben bereits eine Vielzahl an Bestellungen vorliegen“, sagt Harald Kröger, der Leiter Entwicklung Elektrik/Elektronik und E-Drive Mercedes-Benz Cars. Beim Vertrieb kooperiert Mercedes-Benz unter anderem. mit EnBW, SMA und einigen Großhändlern – diese Partner bieten auch die nötige Anzahl an Fachinstallationspartnern für Beratung, Planung und Installation der Speichersysteme direkt vor Ort beim Kunden.

Bis zu acht Batteriemodule mit einem Energieinhalt von jeweils 2,5 Kilowattstunden können zu einem Mercedes-Benz Energiespeicher mit bis zu 20 Kilowattstunden kombiniert werden. So lässt sich in Haushalten, die über eine eigene Photovoltaikanlage verfügen, der überschüssige Solarstrom zwischenspeichern. Private Hauseigentümer können durch die Verbindung von regenerativen Energiequellen und einem lokalen Batteriespeicher den Eigenverbrauch an Strom auf bis zu 65 Prozent steigern und somit ihre eigene „private Energiewende“ gestalten.

Mercedes-Benz Energiespeicher direkt bei Mercedes-Benz kaufen

Der Endkundenpreis für die Eigenstromerzeugung ergibt sich aus einem individuellen Paket der Systemkomponenten – und wird beim Kundenkontakt errechnet. Diese können sich aus Photovoltaikanlage, Wechselrichter, Energiemanagement und dem Mercedes-Benz Energiespeicher sowie der Installationskosten zusammensetzen. Neben der Ansprache eines qualifizierten Fachbetriebs haben Endkunden außerdem die Möglichkeit, ihre Bestellung direkt bei Mercedes-Benz zu platzieren.

Daimler baut seine Produktionskapazitäten konsequent aus und investiert rund 500 Millionen Euro in den Bau einer zweiten Batteriefabrik am Standort der Deutschen Accumotive in Kamenz. Die Inbetriebnahme ist für Sommer 2017 geplant.

(Quelle: Mercedes-Benz / Deutsche Accumotive)

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Electrochaea plant Power-to-Gas Anlagen im Gigawatt-Maßstab

Die biokatalytische Methanproduktion gilt als wichtige Technologie für die Energiewende. Das Cleantech-Unternehmen Electrochaea betreibt seit 2016 die weltweit erste biologische Methanisierungsanlage im Megawatt-Maßstab. Jetzt ist es dem Unternehmen gelungen, einen speziell zur effektiven biokatalytischen Me-thanproduktion gezüchteten Mikroorganismen-Stamm patentieren lassen. Damit sollen schon bald Gigawatt-Anlagen möglich werden.

Bioreaktor von Electrochaea

Electrochaea plant Power-to-Gas Anlage im Gigawatt-Maßstab

CleanThinking, 28. Februar 2017. Electrochaea will die patentierten Archaeen einsetzen, um besonders effizient aus Wasserstoff und CO2 Biomethan in Erdgasqualität herzustellen. Bei den Mikroorganismen handelt es sich um Archaeen, eine Variante des Stammes Methanothermobacter thermautotrophicus. Sie gelten als die ältesten Lebewesen auf der Erde und bilden neben Bakterien und Eukaryoten den dritten Ast des Stammbaums des Lebens.

Die Archaeen sind wahre Überlebenskünstler und können sich extremen Umweltbedingungen anpassen. Die besonderen Stoffwechselleistungen der Mikroorganismen sind biotechnologisch hochinteressant und können vielfältig genutzt werden. „Das Ergebnis unserer Archaeen-Kultivierung hat uns selber überrascht. Wir haben die Raum-Zeit-Ausbeute der Archaeen um den Faktor zwanzig gesteigert und das bei stabiler Netzqualität des Methans“, sagt Dr. Mich Hein, Geschäftsführer von Electrochaea.

Die von Electrochaea entwickelte Methode der biologischen Methanisierung ist womöglich eine Schlüsseltechnologie, um CO2 sinnvoll zu nutzen und Strom aus erneuerbaren Energiequellen als Gas speicherbar zu machen. Der Strom wird dabei in einem ersten Schritt zur Herstellung von Wasserstoff genutzt (Elektrolyse). Der Wasserstoff und zugeführtes CO2 aus industriellen Abgasen oder anderen Quellen werden daraufhin von den Archaeen in einem biokatalytischen Prozess in Biomethan umgewandelt.

Electrochaea Gas für Wärme oder Treibstoff

Das von den Mikroorganismen produzierte Gas kann zeitlich und räumlich unabhängig für die Erzeugung von Wärme oder auch als Treibstoff genutzt werden. Speicherung und Transport des Biomethans erfolgen über das bestehende Erdgasnetz. Der kostenintensive Bau einer zusätzlichen Infrastruktur ist daher nicht nötig.

Bislang war ein kommerzieller Einsatz der Technologie unmöglich, da die Leistung der Archaeen nicht ausreichend und beständig genug war. Der wissenschaftliche Durchbruch gelang Prof. Laurens Mets am Department für Molekulare Genetik und Zellbiologie der Universität Chicago, der die Effizienz des Archaeen-Stammes durch einen gezielten Selektionsprozess deutlich steigern konnte. Aufbauend auf dieser Forschungsleistung und in enger Zusammenarbeit mit Prof. Mets ist es dem Team um Geschäftsführer Dr. Mich Hein 2014 gelungen, die Technologie so weiter zu entwickeln, dass eine kommerzielle Nutzung im industriellen Maßstab jetzt möglich ist.

Das ist gerade dann wichtig, wenn die Methode im industriellen Maßstab eingesetzt wird. Genau das hat Electrochaea nun vor. „Wir können jetzt sehr schnell nach oben skalieren und das zu betriebswirtschaftlich sehr vernünftigen Kosten“, erklärt Dr. Hein. In Ungarn ist nach Angaben von Electrochaea eine Anlage mit einer Leistungsaufnahme von zehn Megawatt geplant. Weitere Anlagen in der Schweiz und in den USA sind im Bau. Bis 2025 seien Anlagen im Gigawattbereich realistisch, so das Unternehmen.

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Heliatek schließt 80 Mio. Euro Finanzierungsrunde

Das, was Heliatek geschafft hat, ist eine Finanzierungsrunde im Cleantech-Sektor, die aufhorchen lässt: Heliatek hat 80 Millionen Euro eingeworben, um sein Fertigungsvolumen auf eine Jahreskapazität von 1 Million m² zu erweitern. Die Finanzierung setzt sich aus Eigenkapital in Höhe von 42 Millionen Euro, Darlehen über 20 Millionen Euro und circa 18 Millionen Euro an Fördermitteln zusammen.

Anwendungsbeispiele für biegsame, organische Solarmodule hinter Glas in der Fassade der Heliatek GmbH, fotografiert am 23. März 2015 am Standort Dresden-Kaditz. Foto: André Wirsig für Heliatek

Anwendungsbeispiele für biegsame, organische Solarmodule hinter Glas in der Fassade der Heliatek GmbH, fotografiert am 23. März 2015 am Standort Dresden-Kaditz.
Foto: André Wirsig für Heliatek

21. September 2016. „Wir sind sehr stolz, diese Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen zu haben. So können wir unsere weltweite Führungsposition im Bereich der organischen Solarfolien weiter ausbauen und die nächste Phase unserer Unternehmensexpansion beginnen. Wir werden mit Hilfe unserer Technologie die dezentrale Energieerzeugung an Fassaden von Industrie- und Gewerbebauten ermöglichen“, erklärt Thibaud Le Séguillon, Heliatek CEO. “Wir verfolgen klar unsere Strategie, weltweit einen BIOPV-Markt (gebäudeintegrierte organische PV) zu schaffen, indem wir zukünftig große Mengen unseres HeliaFilm® an unsere Kunden in der Bau- und Baumaterial-Branche liefern.“

Die Finanzierungsrunde wird von innogy SE angeführt, einem der führenden europäischen Energieunternehmen. Zu den weiteren, neuen Investoren gehören auch ENGIE, BNP Paribas und die CEE Group – eine Investmentgesellschaft der Lampe Equity Management, die sich auf erneuerbare Energien spezialisiert hat. Die bestehenden Kapitalgeber AQTON SE, BASF Ventures, eCAPITAL AG, HTGF, Innogy Venture Capital, TUDAG und Wellington Partners nehmen ebenfalls an dieser Runde teil. Peter Terium, Vorstandsvorsitzender der innogy SE, unterstreicht: „Heliatek ist eine echte Erfolgsstory, das freut mich sehr. Schon seit 2009 sind wir an Heliatek beteiligt. Durch unser frühes Engagement haben wir die Möglichkeit, den Markt für eine der spannendsten Innovationen im Bereich der erneuerbaren Energien mitzugestalten.“

Die Europäische Investitionsbank (EIB) gewährt Heliatek über das „InnovFin-Programm (EU Finance for Innovators)“ einen Kredit von 20 Millionen Euro. Dieses Programm ist eine gemeinsame Initiative der EIB in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission innerhalb von Horizon 2020. „Die EIB setzt sich für die Unterstützung von Innovationen in Europa ein. Darlehen für innovative, mittelgroße Unternehmen wie Heliatek sind entscheidend für die Entwicklung einer wissensbasierten Wirtschaft in Europa“, betont EIB Vizepräsident Ambroise Fayolle, der verantwortlich für die EIB-Geschäfte in Deutschland ist.

Das Unternehmen hat sich außerdem für die neu entwickelte „KETs Pilot Lines project“ Technologie- und Innovationsförderung beworben, die durch den Freistaat Sachsen vergeben und vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert wird. Es werden Fördermittel bis zu 18 Millionen Euro während der Projektlaufzeit erwartet. Ministerpräsident Stanislaw Tillich hebt hervor: „Heliatek steht beispielhaft für die Innovationskraft der sächsischen Wirtschaft. Die Staatsregierung ist vom Potential und den weiteren technologischen Entwicklungsmöglichkeiten der Branche und des Unternehmens überzeugt. Bei der Photonik gehört Sachsen zu den führenden Regionen.“

„Diese Finanzierungsrunde ist ein außerordentlich großer Erfolg für das Team, gerade in Deutschland und vor allem für ein Hochtechnolgieunternehmen wie Heliatek”, kommentiert Dr. Paul-Josef Patt, CEO von eCAPITAL, „Die Finanzierung ermöglicht jetzt die Kommerzialisierung dieser disruptiven Technologie durch den Technologieführer. Die Umsetzung der Vision einer dezentralen, erneuerbaren Energieversorgung kommt damit einen wesentlichen Schritt voran.“

Heliatek plant, die neue Fertigungsanlage am Standort in Dresden innerhalb der kommenden 18 Monate zu installieren. Die Anlage besitzt bei voller Auslastung eine Kapazität von 1 Million Quadratmeter Solarfolien pro Jahr. Gleichzeitig wird das Unternehmen mit der weltweiten Vermarktung seiner HeliaFilm -Produkte für die Baumaterial- und Automobilbranche fortfahren. Diese Entwicklungen schaffen voraussichtlich mehr als fünfzig neue High-Tech-Arbeitsplätze in Sachsen. (Quelle: Heliatek)

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Effiziente Biogasgewinnung bei hohem Ligninanteil

MWK Bionik GmbH ist ein Lösungsanbieter für bionische Produkte und Bioenergie-Erzeugnisse. Mit dem Fokus auf die Verbindung von Anlagenbau und Mikrobiologie und der resultierenden Entwicklung eines BMT- Systems, schafft MWK Bionik eine effizientere und flexiblere Roh- und Reststoffverwertung in Biogasanlagen. Die Innovation von nachhaltiger Energie im regenerativen Markt ist die Passion von MWK Bionik.

mwk-foto-personal15. November 2016. Das oberbayerische Unternehmen mit Sitz in Bad Endorf wird morgen im Finale der StartGreen Awards vertreten sein. Als eines von vielen Cleantech-Unternehmen setzte sich die MWK Bionik GmbH in der Kategorie „Junge Unternehmen“ durch. Im Vorentscheid stellte Geschäftsführer, Matthias Wackerbauer, seine 2005 gegründete Firma vor. Mit seiner 17-jährigen Erfahrung in der Biogas-Branche gehört er zu den „alten Hasen“, die mit viel Know-How im Bereich erneuerbare Technologien trumpfen.

„Das Unternehmen wurde aus dem Ansporn heraus gegründet, effizienter und umweltschonender regenerative Energie durch Biogas zu produzieren“, so Wackerbauer. Das von MWK Bionik entwickelte BMT-System ist ein Meilenstein in der Biogas-Branche. Es ist ein „gezieltes Zusammenspiel von biologischen, mechanischen und thermokatalytischen Prozessen“, sagt der Geschäftsführer Wackerbauer. Durch das BMT-System gelingt das Vergären ligninhaltiger Materialien wie Stroh, Pflanzen- und Holzresten, auch Blättern und kleinen Ästen, um so günstigere Einsatzstoffe für Biogasanlagen zu ermöglichen.

„Die herkömmlichen Verfahren zum Lignin-Aufschluss verursachten bisher hohe Celluloseverluste und schlechte Gaserträge, und sind unrentabel“, so Wackerbauer. Das BMT-System kann jetzt bis zu 90 Prozent der organischen Trockensubstanz, z.B. Stroh, in Biogas umwandeln. Durch die Verwendung des Abfallproduktes Stroh werden die sonst für Mais genutzte Anbauflächen (Monokultur) wieder für andere Feldfrüchte frei. Dadurch wird die Akzeptanz von Biogasanlagen in der Bevölkerung deutlich erhöht.

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Energie aus Zuckerrohr-Abfällen

Insbesondere in Entwicklungs-und Schwellenländern bietet die BMT-Technologie eine hervorragende Möglichkeit der Nahrungsmittelkonkurrenz durch den Anbau von Lebensmittelpflanzen für die Energieproduktion zu begegnen, indem nur noch Roh- und Reststoffe, wie z.B. der aus der Zuckerrohrherstellung entstehende Abfall Bagasse verwertet werden. So können z.B. die bei der Verarbeitung von Zuckerrohr jährlich anfallenden Millionen Tonnen Bagasse für die Energieproduktion eingesetzt werden. Dies reduziert nicht nur die Abfallberge, sondern auch den Ausstoß von CO2 und Methan.

Auch in Zukunft wird die MWK Bionik GmbH bei der Roh- und Reststoffnutzung effizientere und ökologisch noch bessere Lösungen für Biogasanlagen entwickeln. Zunächst gilt es, viele optimierungsbedürftige Biogasanlagen auf Strohvergärung umzurüsten. Das klare Ziel ist, den Anfall von Kohlendioxid durch diese Technologie deutlich zu reduzieren.

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Energy Harvesting: otego druckt günstige und robuste Thermogeneratoren

Kleine Generatoren, die niedrige Temperaturen nutzen, um Geräte wie Heizkörperthermostate oder Sensoren für Privat und Industrie mit Energie zu versorgen. Was sich wie ein kleiner Cleantech-Traum mit viel Zukunftsmusik liest, könnte in den kommenden Jahren alltägliche Realität werden. Das in Karlsruhe ansässige, junge Cleantech-Unternehmen otego ist auf dem Weg, thermoelektrische Generatoren so robust und so günstig zu machen, dass viele der Geräte und Sensoren, die im Internet der Dinge in den kommenden Jahrzehnten miteinander vernetzt werden, keine Batterien oder anderen Energiequellen benötigen.

otego ist aus dem Karlsruhe Institut für Technologie (KIT) hervorgegangen und beeindruckt insbesondere durch sein starkes Gründerteam, das alle wichtigen Bereiche abdeckt, die für das Erreichen der Serienfertigung notwendig sind:

  • Frederick Lessmann ist studierter Wirtschaftsingenieur und otegos CEO. Als ehemaliger Unternehmensberater ist er heute für den engen Draht zu Kunden, Kooperationspartnern und Investoren zuständig.
  • Der Diplom-Physiker André Gall beschäftigt sich bereits seit 2010 mit Thermoelektrik. Zunächst untersuchte er, ob elektrisch leitfähige Kunststoffe überhaupt als thermoelektrische Materialien geeignet sind. Mit der Erfindung des otego-TEGs zwei Jahre später legte er schließlich den Grundstein des heutigen Startups und ist verantwortlich für die Produktionsentwicklung.
  • Silas Aslan gilt als Erfinder der organischen Halbleiter, die in den otego-Generatoren zum Einsatz kommen sollen. Schon 2013 erfand er diese und optimiert sie seit 2009 als Chemie- und Halbleiter-Experte kontinuierlich.
  • Der zweite Physiker Matthias Hecht kümmert sich um die Produktentwicklung, designt die Prototypen des Energiemanagementsystems und treibt die Automatisierung der otego-Produktionsanlagen voran

otego Cleantech-Unternehmen Team

otego: Vom Labor bis zur Massenfertigung

„Wir sind jetzt in der Phase, in der wir die beiden Produktionsschritte – das Drucken und das Falten – mit unseren eigenen Materialien zusammenführen“, berichtet Frederick Lessmann im Gespräch mit CleanThinking.de. Im ersten Halbjahr 2017 sollen dann erste prototypische Samples an Pilotkunden herausgegeben werden. In den folgenden zwölf Monaten könnte dann die erste größere Finanzierungsrunde abgeschlossen und die Massenfertigung mit Qualitätskontrolle realisiert werden.

Das sogenannte „Rolle-zu-Rolle“-Druckverfahren, das otego anwendet, um die elektrisch leitfähigen Halbleitermaterialien auf eine Folie zu drucken, ist eine der Besonderheiten des otego-Verfahrens. Denn der Vorgang passiert mit einer Standard-Anlage, die eigentlich zum Drucken von Etiketten entwickelt wurde. „Es ist ein schneller, hochskaliger Prozeß, den wir speziell für unseren Anwendungsfall optimieren.“

Im zweiten Schritt wird die wieder aufgerollte, bedruckte Folie in einer Größe von „einem Viertel-Quadratmeter“ abgeschnitten und in einer Art „Origami-Prozess“ gefaltet. So entstehen kleine Generatoren, etwas flacher als ein Stück Würfelzucker, die in viele Geräte leicht integriert werden können. Gelingt otego der Weg der Massenfertigung, eröffnet sich dem jungen Technologie-Unternehmen ein hochskaliger, weltweiter Wachstumsmarkt.

otego will Körperwärme und Abgase ausnutzen

otego in der PraxisAuch andere Unternehmen und Wissenschaftler suchen nach der perfekten Lösung für Energy Harvesting-Generatoren. Autohersteller arbeiten seit Jahren an Thermogeneratoren, die die Temperaturdifferenzen zwischen den heißen Abgasen und kühleren Elementen auszunutzen. Ziel ist, die hohen Abgastemperaturen zu nutzen, um die Bordelektronik ohne Batterie versorgen zu können. Aber auch im Temperaturbereich bis etwa 150 Grad Celsius, in dem sich otegos Generatoren betreiben lassen, gibt es interessante Produktneuheiten. So stellte Matrix Industries kürzlich eine „Power Watch“ vor, die die menschliche Körperwärme nutzen soll, um länger zu laufen.

„Im Energy Harvesting-Markt ist es natürlich Voraussetzung, dass unsere Generatoren genügend Leistung erzeugen, um die entsprechenden Anwendungen mit Strom zu versorgen“, erklärt Lessmann. „Wenn diese Voraussetzung erfüllt ist, kommt es eigentlich überhaupt nicht mehr auf die Effizienz an. Entscheidend ist letztlich der Preis pro Generator, den ein Hersteller von Fitnessarmbändern, ein Hersteller von Heizkörperthermostaten oder ein anderer potenzieller Kunde kalkulieren muss – im Vergleich zu einer Batterie, die häufiger ausgewechselt werden muss. Hier sind wir auf einem richtig guten Weg.“

otego setzt auf Energy Harvesting in der Industrie

otego Thermogenerator - wie ein Stück WürfelzuckerÜbertragen auf den Industrieeinsatz, liegt der Vorteil darin, dass Bereiche im Sinne von Industrie 4.0 künftig überwacht werden können, die bislang nicht zu überwachen waren. „Beispielsweise Niederspannungsmotoren sind in der Industrie vielfältig im Einsatz. Ein Kabel zu legen, um einen solchen Motor mit Temperatur und Vibration laufend zu überwachen und daraus Wartungsnotwendigkeiten abzuleiten, war bislang zu teuer. Durch den Einsatz unserer Thermogeneratoren könnte sich das bald ändern“, hofft Lessmann.

Zwar seien otegos Generatoren nicht für Bereiche gemacht, in denen 100prozentige Ausfallsicherheit gefragt ist – für die mittelfristige Überwachung und die vorausschauende Wartung („Predictive Maintenance“) reichen die wartungsfreien otego-Generatoren aber aus und finden bereits viele Interessenten.

Die kommenden Monate werden für die vier jungen otego-Gründer mit ihrem herausragenden Spezialwissen viel Arbeit und jede Menge Herausforderungen bereithalten. Gerade bei dem Schritt in Richtung Massenfertigung hat das Team aber bereits Unterstützung aus der Industrie und aus dem Kreis der künftigen Pilotkunden gewonnen. So könnte die Massenfertigung 2018 genau rechtzeitig zum starken, erwarteten Marktwachstum kommen: Bis 2023 soll der Thermogeneratoren-Markt von heute 100 Millionen auf 900 Millionen US-Dollar anwachsen. Und eine Erfindung aus Karlsruhe soll dabei eine entscheidende Rolle spielen.

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Speicher aus Spezialbeton: für solare Wärmenutzung und Stromerzeugung

Das norwegische Energieunternehmen EnergyNest hat einen Wärmespeicher für die Industrie entwickelt, der mit Beton als Speichermedium arbeitet. Die so gespeicherte Wärme lässt sich vielfältig nutzen: als Prozesswärme, zur eigenen Stromerzeugung und zur Stabilisierung ganzer Stromnetze. Unterm Strich steigt so die Energieeffizienz signifikant.

Betonspeicher von EnergyNest20.06.2016. Seit 2015 läuft die Bewährungsprobe für den EnergyNest-Pilotspeicher TES im Sonnenwärmekraftwerk „Beam Down“ im klimaneutralen Stadtprojekt Masdar City in der Nähe von Abu Dhabi. „Ich habe viele Energiespeicher genau studiert – und der thermische Speicher von EnergyNest erfüllt exakt unsere Erwartungen“, sagt Dr. Steve Griffiths, Vizepräsident für Forschung am Masdar Institut.

Was den Betonspeicher TES so innovativ macht, basiert auf seiner speziellen Zusammensetzung, die in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen HeidelbergCement entwickelt wurde¬. Er besteht aus 75 Prozent Quarz und 25 Prozent weiteren Additiven. Das lässt den Beton laut EnergyNest sehr kompakt werden. Im Innenbereich enthält der Speicher Karbonstahlröhren, durch die im Falle von „Beam Down“ in Masdar City heißes Thermoöl fließt, das von einem kleinen Solarkraftwerk mit einer Leistung von 100 Kilowatt erhitzt wird. Der Beton speichert die Wärme über viele Stunden, um sie später in sonnenarmen Stunden zur Stromerzeugung zu nutzen.

Die Wärmeträgerflüssigkeit hat bis zu 160 bar Druck und ein einziges Speichermodul besitzt eine Kapazität von zwei Megawatt thermisch. Aufgrund des skalierbaren Aufbaus kann TES nach Angaben des Herstellers problemlos bis in den Gigawattbereich speichern, indem einfach weitere Betonklötze aufgestellt werden. Beim Aufheizen dehnt sich der Spezialbeton ähnlich stark aus wie der Stahl der Wärmetauscherröhren. Risse werden dadurch vermieden. EnergyNest prognostiziert eine Speicherlebensdauer von mindestens 50 Jahren.

Doch der TES punktet laut EnergyNest auch bei den Kosten: Bereits bestehende alternative Wärmespeichertechnologien, wie flüssige Salze oder Redox-Flow-Batterien, sind im Vergleich ungleich teurer. So liegt der Betonspeicher bei Installationskosten von 25 US-Dollar pro kWh – das entspricht etwa der Hälfte von Wettbewerbern. Die Betriebskosten machen aufgrund des starren Aufbaus des Speichers sogar nur ein Fünftel aus.

Ein weiteres Plus: Der Speicher bietet großes Potenzial zur Eigenstromerzeugung und Kraft-Wärme-Kopplung. Hier könnten Gesamtwirkungsgrade der Wärmespeicherung von bis zu 90 Prozent erreicht werden. Spitzenlastbedarfen wird mit einer eigenen Turbine und kleinem Stromgenerator begegnet.

Momentan laufen bei EnergyNest Vorbereitungen zu weiteren Praxistests des Betonspeichers: in drei solarthermischen Kraftwerksprojekten in den USA und im Mittleren Osten, bei einem Windparkbetreiber, der seinen überschüssigen Strom im TES zwischenspeichern will und bei einem deutschen Zementunternehmen, das seine Energieeffizienz mit gespeicherter Prozesswärme erhöhen möchte.

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Intersolar/ees: Markt für Stromspeicher wächst zweistellig

Stromspeicher werden immer stärker nachgefragt. 34.000 Geräte sind in Deutschland bereits installiert – und der Markt wächst zweistellig. Das belegt eine vom Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegebene Studie der RWTH Aachen. Auch auf der anstehenden Doppelleitmesse in München sind Stromspeicher das Topthema. Erst vergangene Woche hatte Kreisel Electric sein neues Speichersystem vorgestellt. Und: Auch VARTA mischt im Markt kräftig mit.

VARTA Stromspeicher auf der Intersolar / ees Europe20.06.2016. Wer seinen eigenen Strom erzeugt, will ihn auch selbst nutzen – möglichst zu jeder Tages- und Nachtzeit. Familie Schuhmann aus dem bayerischen Höchstädt bildet da keine Ausnahme. „Es ist doch absurd, den mit der eigenen PV-Anlage produzierten Strom tagsüber ins Stromnetz zu speisen – und abends, wenn Herd, Spül- und Waschmaschine laufen, fremden Strom teuer einzukaufen“, sagt der 44-jährige Familienvater Mario Schuhmann. Die Hauseigentümer nutzen neben einer 29,65 kWp-Photovoltaikanlage seit 2014 einen VARTA Storage-Stromspeicher. „Damit konnten wir unseren Eigenverbrauchsanteil verdoppeln. Unseren Strombedarf decken wir jetzt fast komplett selbst ab“, erklärt Mario Schuhmann zufrieden.

Wer wie die Schuhmanns in einen Stromspeicher investiert, profitiert seit März 2016 von einer neu aufgelegten KfW-Förderung. Durch einen Tilgungszuschuss werden bis zu 25 Prozent der Kosten übernommen. Das könnte die Nachfrage nach Stromspeichern weiter ankurbeln. Laut der Studie der RWTH Aachen legt sich bereits jetzt die Hälfte aller PV-Anlagen-Käufer zeitgleich einen Stromspeicher zu. Seit Beginn des KfW-Förderprogramms haben rund 19.000 Speicher-Käufer die finanzielle Unterstützung in Anspruch genommen. Herbert Schein von VARTA sagt zuversichtlich: „Wir rechnen mit einem weiteren Schub, wenn die Einspeisevergütungen für Strom aus PV-Anlagen auslaufen.“ Daher erweitere VARTA seine Produktpalette und Angebote fortlaufend.

Für Familie Schuhmann war neben der Qualität und Sicherheit beim Speicherkauf auch der Preis ausschlaggebend. Denn in den vergangenen beiden Jahren sind die Systempreise für Lithiumspeicher pro genutzter Kilowattstunde um 18 Prozent gesunken. Für Hauseigentümer noch ein Grund mehr, in einen Speicher zu investieren. „Ich würde mich immer wieder für diesen Stromspeicher entscheiden. Zudem liegt mir die Umwelt sehr am Herzen. Für eine Zukunft ohne Atom- und Kohlekraftwerke möchte ich auch meinen kleinen Beitrag leisten“, erklärt Mario Schuhmann.

Aktuelle Speichertechnologien werden vom 22.-24.06.2016 auf der Doppelmesse Intersolar/ees Europe in München vorgestellt. VARTA Storage präsentiert am Stand B1.2010 seine Speicherserien element, family und home sowie deren Verbindungen mit Smart-Home-Anwendungen.

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