Elektromobilität: Lilium Aviation bekommt 90 Mio. Dollar für elektrisches Air Taxi

Diese Entwicklung sorgt für Aufsehen: Lilium Aviation, ein Münchner Cleantech-Startup, das den persönlichen Transport mit kleinen Elektroflugzeugen als Air Taxis revolutionieren will, hat eine Finanzierungsrunde über 90 Millionen US-Dollar abgeschlossen. An den zweisitzigen Elektro-Jet von Lilium Aviation glauben u.a. der chinesische Internetgigant Tencent Holdings, die köngliche Familie Liechtensteins, Skype-Gründer Niklas Zennstrom mit seiner Investment-Firma Atomico und der Twitter-Mitgründer Evan Williams. Vor einigen Monaten hatte Lilium einen erfolgreichen Testflug absolviert.

Der Lilium JetElektromobilität News, 5. September 2017. Spricht man mit Piloten aus Deutschland, so sind diese extrem zurückhaltend und skeptisch, was die Zukunft sogenannter Flugautos oder kleiner Elektro-Flugzeuge angeht. Denn: Die Regularien im deutschen Luftraum hätten sich in den vergangenen Jahren eher in die entgegengesetzte Richtung entwickelt. Es müsse viel passieren, dass die Technologie von Lilium Aviation, Rotorvox oder Volocopter in Deutschland abheben dürfe.

Dennoch: Mit der Finanzierungsrunde setzt der Münchner Pionier für kleine Elektro-Flugzeuge, Lilium Aviation, ein Ausrufezeichen – und die neuen Investoren aus China und Liechtenstein deuten darauf hin, dass nicht unbedingt der deutsche Flugraum entscheidend sein wird für den Erfolg von Lilium Aviation. Es geht um ein weltweites Wettrennen für eine neue Form des Personentransports, die es zB möglich machen könnte, die Anfahrtszeit von New York City zum Flughafen drastisch zu reduzieren.

Lilium-Jet besonders energieeffizient

Lilium Aviation grenzt sich von konkurrierenden Unternehmen in diesem Bereich insbesondere dadurch ab, dass die Münchner besonders viel Wert auf Energieeffizienz, also auf Cleantech, legen. Der Start und die Landung des Lilium-Jets sind vertikal möglich, was die Flexibilität massiv erhöht. Das Flugzeug startet und landet also eher wie ein Helikopter, fliegt dann aber – das ist der Clou der Technologie – senkrecht voraus.

Zu den Frühphasen-Investoren von Lilium Aviation gehört u.a. auch Frank Thelen mit seiner neu benannten Firma Freigeist Capital. Heute, pünktlich zum Start der neuen Staffel der VOX-Sendung Die Höhle der Löwen, in der sich Startups einer Investoren-Jury präsentieren, platzt die Meldung der famosen Finanzierungsrunde für Lilium heraus. Eine zeitliche Punktlandung.

Nach Angaben der New York Times arbeitet das Lilium Team derzeit an einer Art Air Taxi, einem fünfsitzigen Jet, der etwa Pendler aus der Umgebung einer Großstadt zum Arbeitsplatz bringen soll. Lautlos und ohne Stau durch die Lüfte – bis zu 300 Kilometer Reichweite könnte das Luft-Taxi eines Tages haben und 300 km/h in der Spitze fliegen. Ziel von Lilium ist es, aus der Nische in den Massenmarkt vorzudringen. Ein Fakt, der u.a. das E-Commerce-Unternehmen Tencent überzeugt.

Der Beitrag Elektromobilität: Lilium Aviation bekommt 90 Mio. Dollar für elektrisches Air Taxi erschien zuerst auf CleanThinking.de.

Powered by WPeMatico

Eve Thermo 2.0 und HomeKit-Produkte: Elgato erweitert Smart Home-System

Smart Home Systeme gibt es einige auf dem deutschen Markt – aber kaum eine Produktfamilie wächst so rasant wie das Smart Home-System von Elgato: Eve. Auf der IFA 2017 in Berlin präsentierte das Cleantech-Unternehmen nicht nur die neueste Generation seines Thermostats Eve Thermo, sondern gleich vier weitere Innovationen: Eve Lock, Eve Window Guard, Eve Smik und Eve Aqua. Damit werden Sicherheit, Komfort und Energiesparen im Smart Home noch einfacher möglich.

Smart Home News / 4. September 2017.  Alles neu zur IFA 2017: Dieses Motto trifft es zwar nicht ganz, aber die Zahl der Neuerungen beim Smart Home-System von Elgato aus München sind wirklich bemerkenswert. Elgato stellt auf der Consumer Electronics-Messe gleich fünf neue HomeKit-Accessoires der Eve-Familie vor. Dabei geht es genauso im Gebäudesicherheit wie um Entwässerung und das Energiesparen durch intelligente Thermostate.

Das Smart Home-System Eve für Apple iOS vernetzt das Zuhause auf besonders angenehme Art und Weise. die Produkte von Elgato sind elegant und nützlich, aber kein überteuerter Schnickschnack. 

Eve Thermo: Elgato’s Heizkörperthermostat

Eve Thermo in seiner neuen GenerationEve Thermo verfügt in der zweiten Generation jetzt über ein Touch-Display, um damit manuell die Zieltemperatur einstellen zu können. Ähnlich wie bei Google’s Nest lassen sich Zeitpläne und HomeKit-Automationen leicht einstellen. Sire, Apple Home und die Eve-App können ebenfalls zur Steuerung benutzt werden. So gibt es beispielsweise eine praktische Feiertagsautomatik sowie eine Fenster- und Anwesenheitserkennung, die automatisch dafür genutzt werden kann, dass die Temperatur in der Wohnung stets angenehm ist, aber nie Energie verschwendet wird.

Elgato Eve basiert auf der Steuerungstechnik von Eurotronic, kostet 69,95 Euro, wird ab 26. September verfügbar sein und ist damit deutlich günstiger als Nest Thermostat E – das allerdings noch lange nicht auf dem deutschen Markt verfügbar sein wird. Das Eve Smart Home-System kommt ohne Starterpacks oder Bridge aus. Bestehende Eve Thermo-Anwender erhalten im Rahmen einer Upgrade-Aktion 25 Euro Rabatt bei Neukauf. Die Batterielaufzeit liegt bei 12 Monaten.

Smartes Türschloss Eve Lock

Eve Lock - smartes Türschloss von ElgatoMit einer nur zugezogenen, aber unverschlossenen Haustür haben Einbrecher leichtes Spiel. Deshalb verriegelt Eve Lock die Haustür automatisch nach jedem Öffnen und Schließen. Über Siri, Apple Home oder die Eve App ist das Schloss komfortabel steuerbar. Auch von unterwegs lässt sich Besuchern so Zugang verschaffen.

Das mit einem internen Akku ausgestattete Eve Lock nutzt Bluetooth und wird in Zusammenarbeit mit Yale, einem Unternehmen der ASSA ABLOY Gruppe, realisiert. Elgato zeigt auch hier, dass sich das Cleantech-Unternehmen auf seine Stärken konzentriert und bei anderen Aufgaben mit Experten zusammenarbeitet. Das schafft Vertrauen und tolle Produkte.

Intelligenter Rauchmelder Eve Smoke

Racuhmelder intelligent: Eve Smoke Smart HomeEve Smoke aktiviert bei Gefahr einen akustischen Alarm und zusätzlich HomeKit-Benachrichtigungen oder -Szenen. Dabei überwacht der Rauchmelder nicht nur die Räume im Zuhause, sondern auch sich selbst.

So kann der Benutzer über die Eve App und Apple Home direkt am iPhone den Status prüfen und hat Zugriff auf die Funktionen. Eve Smoke, der dank Bluetooth zehn Jahre Batterielaufzeit bietet, setzt auf Technologie der Hager Group, einem führenden Anbieter von Sicherheitstechnik.

Fensterkontakt- und Erschütterungssensor Eve Window Guard

Eve Window Guard der Fensterkontakt des Elgato Smart Home SystemsEve Window Guard meldet Erschütterungen an einem Fenster und registriert, ob es offen, geschlossen oder gekippt ist. Über jegliche Änderung am Zustand des Fensters informiert der Bluetooth-Sensor per HomeKit-Benachrichtigung auf dem iPhone.

Eve Window Guard ist eine HomeKit-Version des patentierten und bewährten EiMSIG Fenstersensors, er arbeitet diskret und unsichtbar im Fensterfalz.

Bewässerungssteuerung Eve Aqua

Eve Aqua macht den Gartenschlauch schlauMit Eve Aqua bleiben die Gummistiefel im Schrank, denn die batterie- und Bluetooth-betriebene Steuerung gießt die Pflanzen zeitplangesteuert. Das Wasser lässt sich auch über Siri aufdrehen, ganz einfach per iPhone vom Liegestuhl aus. Eve Aqua führt außerdem Buch, wann und wie viel gegossen wurde. Eine spannende Applikation, die gerade den Komfort in den Frühjahrs-Monaten deutlich erhöht. Denn im Liegestuhl ist es doch immer noch am schönsten, oder?

Elgato Eve Thermo im Preisvergleich:

Der Beitrag Eve Thermo 2.0 und HomeKit-Produkte: Elgato erweitert Smart Home-System erschien zuerst auf CleanThinking.de.

Powered by WPeMatico

Lilium: Meilenstein auf Weg zum elektrischen Flugtaxi

Lilium Aviation hat einen bedeutsamen Meilenstein erreicht: Das Münchner Jung-Unternehmen, an dem u.a. Höhle-der-Löwen-Investor Frank Thelen und Skype-Gründer Niklas Zennström (via Atomico) beteiligt sind, hat den Jungfernflug seines „Flugtaxis“ in einem beeindruckenden Video dokumentiert. Der Weg bis zum täglichen Einsatz dieses senkrecht startenden Flugautos ist zwar noch weit – aber die technischen Fortschritte für Fluggeräte wie das von Lilium sind enorm.

Jungfernflug des Lilium Jet 201721. April 2017.  Die Konzepte der Flugauto-Pioniere weltweit sind ganz unterschiedlich. Sie heißen Rotorvox, E-Volo oder AeroMobil – und haben eines gemeinsam: Sie wollen den Luftraum erschließen, um Verkehrs- und Umweltprobleme zu lösen. Keines der Konzepte scheint darauf ausgelegt zu sein, als reines Spaßmobil zu fungieren.

Der Lilium Jet

Lilium mit einzigartigem Konzept

Insbesondere das Konzept von Lilium aus München sticht jedoch hervor: Deren Flugtaxi oder Flugauto wird rein elektrisch betrieben und startet und landet senkrecht wie ein Hubschrauber. Andere Flugautos, wie das AeroMobil, hingegen, benötigen 500 Meter freie Bahn, um zu starten – für den urbanen Verkehr keine gute Voraussetzung.

Der Lilium Jet ist ein Leichtflugzeug, das durch 36 elektrische Jet-Turbinen angetrieben wird, die über 12 bewegliche Klappen direkt an den Flügeln angebracht sind. Zum Start werden die Klappen nach unten gerichtet, um senkrechten Auftrieb zu erzeugen. Ist der Jet in der Luft, bewegen sich die Klappen langsam in eine horizontale Position, und erzeugen so Vorwärtsschub. Dabei wird der gesamte Auftrieb, der benötigt wird, um das Flugzeug in der Luft zu halten, durch die Luft generiert, die über die Flügelflächen strömt– genau wie bei einem herkömmlichen Flugzeug.

Dadurch verbrauche es bis zu 90 Prozent weniger Energie als drohnenähnliche Luftfahrzeuge. Hierdurch soll eine Reichweite von 300 Kilometern rein elektrisch ermöglicht werden. Die Geschwindigkeit von 300 km/h würde dabei helfen, schnell von A nach B zu kommen – beispielsweise, um einen Passagier, der einen Lilium Jet als Flugtaxi gebucht hat, abzuholen.

So stellt sich Lilium Aviation den Landeplatz für seinen Jet vor

Lilium Jet für Berufspendler

Daniel Wiegand - einer der Gründer von Lilium AviationDas Unternehmen plant, einen 5-sitzigen Lilium Jet einzuführen, der besonders das Leben der Berufspendler leichter machen soll. „Das erfolgreiche Flugtest-Programm zeigt, dass unser innovatives technisches Design genau so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagt Mitgründer Daniel Wiegand. „Jetzt können wir unseren Fokus auf die Entwicklung des finalen 5-sitzigen Flugzeugs legen.“

Im Flug ist der Energieverbrauch des Jets nach Angaben von Lilium pro Kilometer vergleichbar zu dem eines elektrischen Autos. Die Kombination von minimaler Infrastruktur auf dem Boden und energieeffizientem Fliegen mache es möglich, den Flug-Taxi Service über die gleiche Distanz zu vergleichbaren Preisen anzubieten, wie Auto-Taxis Services. Sollte dies wirklich eintreten, steht den Flugtaxis weltweit eine große Zukunft bevor.

(Bildnachweis: Lilium Aviation)

Der Beitrag Lilium: Meilenstein auf Weg zum elektrischen Flugtaxi erschien zuerst auf CleanThinking.de.

Powered by WPeMatico

QUANT 48VOLT mit Flusszellenantrieb: Nanoflowcell macht Fortschritte

Ist der QUANT 48VOLT der geniale Technologieträger für das derzeit „leistungsfähigste, sicherste, umweltgerechteste und wirtschaftlichste Antriebssystem für Elektrofahrzeuge, das in Serie gefertigt werden könnte“? Das verkündet jetzt die nanoFlowcell-Gruppe, die inzwischen ihren Hauptsitz in London hat. Das sportliche Geschoss schafft nicht nur eine Geschwindigkeit von 300 km/h, sondern auch bislang undenkbare Reichweiten – und es gibt Anzeichen, dass die umstrittene nanoflowcell-Technologie tatsächlich auf den Markt kommen könnte.

Seit Jahren ranken sich Gerüchte und Spekulationen um nanoFlowcell und seinen Erfinder Nunzio La Vecchia: Mit dem QUANT 48VOLT ist dem Unternehmen jetzt offenbar ein weiterer, ganz entscheidender Entwicklungsschritt geglückt, der die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass eines Tages Elektroautos mit nanoFlowcell-Technologie auf den Straßen fahren werden.

So soll die Umstellung auf den Niedervolt-Flusszellenantrieb zu wesentlich kleinerem Aufwand in Richtung Serienfertigung führen – beispielsweise durch kleinere Kabelquerschnitte. Bislang ist es Standard, ein Hochvoltantriebssystem mit bis zu 800 Volt in einem Elektrofahrzeug zu verbauen. Außerdem kann die nanoFlowcell nun direkt angesteuert werden – der Umweg über Ultrakondensatoren als Zwischenspeicher entfällt – das spart Gewicht und Kosten.

Quant 48VOLT ElektroautoDiese Flusszellen-Technologie im QUANT 48VOLT mache extreme Performance (> 560 kW) bei sicheren Batteriespannungen möglich, heißt es im unternehmenseigenen flow Magazine. Dazu werden im QUANT 48VOLT erstmals sechs Flusszellen gleichzeitig genutzt, um in kürzerer Zeit mehr Elektrolyt, das bei nanoFlowcell bi-ION heißt, entladen und so mehr Antriebsenergie generieren zu können.

Sogar eine Energiedichte von bis zu 600 Wattstunden pro Liter verspricht der Hersteller für die Zukunft. Das wäre mit Sicherheit ein entscheidender Durchbruch für die Redox-Flow-Technologie – ein Durchbruch auf den viele seit Jahren vergeblich warten.

QUANT 48VOLT: Vier Elektromotoren und Top-Reichweite

Das Elektroauto von nanoFlowcell verfügt über vier Elektromotoren, die es in 2,4 Sekunden auf 100 km/h und rasch auf 300 km/h beschleunigen. Möglich sein sollen aufgrund der veränderten Technologie Reichweiten von 1.000 Kilometer – für ein Auto mit dieser Spitzengeschwindigkeit ein Rekordwert.

QUANT 48VOLT Elektroauto von nanoFlowcellDie Pole der nanoFlowcell-Flusszelle können bauartbedingt bedenkenlos berührt werden, ohne dass Lebensgefahr besteht. Anders als bei herkömmlichen Lithium-Ionen-Batteriesystemen, ist nach Unternehmensangaben selbst bei schweren Fahrzeugunfällen ein elektrischer Schlag für involvierte Verkehrsteilnehmer und Rettungskräfte ausgeschlossen. Ein thermisches Durchgehen, wie dies bei Lithium-Ionen-Batterien der Fall sein kann und in Folge dessen es zum Fahrzeugbrand kommt, ist bei einem nanoFlowcell 48VOLT Antrieb baulich nicht möglich.

Die Elektrolytflüssigkeit bi-ION – der flüssige „Treibstoff“ der nanoFlowcell – soll weder brennbar noch explosiv sein. Zudem ist die Elektrolytlösung weder gesundheits- noch umweltschädlich. Selbst im schlimmsten Fall würde weder vom nanoFlowcell 48VOLT Niedervoltantrieb, noch von der Elektrolytlösung bi-ION eine Gefährdung ausgehen.

Ist das Elektroauto QUANT 48VOLT zu schön, um wahr zu sein?

Ist das Elektroauto QUANT 48VOLT zu schön, um wahr zu sein?Keine Frage: Die Werte und Kraftausdrücke, mit denen nanoFlowcell seine Elektroautos als symbolischer Beweisträger für die Leistungsfähigkeit ihrer Energiespeicher-Technologie beschreiben, sind beeindruckend. Selbst die überkritische deutsche Fachpresse hatte sich zuletzt nach ersten Testfahrten anderer Fahrzeuge gnädig gezeigt, wie ams-Redakteur Alexander Bloch etwa: „Fest steht: Die Quants fah ren – und wie. Nach einem unglaublich teuren Fake sieht das Ganze beileibe nicht aus.“ Bloch hatte im Oktober 2016 den kleinen Bruder des QUANT 48V, den Quantino, in der Schweiz fahren dürfen.


notebooksbilliger.de

Die Zweifel und Gerüchte, die sich um nanoFlowcell ranken, werden trotzdem noch lange erhalten bleiben – aber die begonnene Kommunikationsoffensive schafft etwas mehr Glaubwürdigkeit und gibt zur Hoffnung Anlass, dass die Technologie wirklich ein großer Sprung für die Energiewende und die Energieversorgung der Zukunft sein kann. Ob die vorgestellten Prototypen dann in dieser Form auf den Markt kommen oder die nanoFlowcell-Technologie im Innern eines Elektroautos eines anderen Herstellers verschwindet, wird die Zukunft zeigen.

Der Beitrag QUANT 48VOLT mit Flusszellenantrieb: Nanoflowcell macht Fortschritte erschien zuerst auf CleanThinking.de.

Powered by WPeMatico

Landpack: Nachhaltige Verpackungen für Lebensmittelversand

Kleine Idee, große Wirkung: Der Versandhandel von Lebensmitteln steht vor rasantem Wachstum. Dabei könnte Stroh eine ganz entscheidende Rolle spielen – denn das bayerische Cleantech-Unternehmen Landpack verwendet das Nebenprodukt der Getreideernte, um daraus ökologische Verpackungsmaterialien zu machen. Die Nutzung von Styropor, Plastik und anderen auf Erdöl basierenden Materialien soll bald der Vergangenheit angehören.

cleanthinking-landpack-landbox-16. März 2017. Stroh fällt als Nebenprodukt bei der Getreideernte an und kann zu mehr als 30 Prozent vom Feld entfernt werden – ohne ökologische Nachteile. Das zeigt: Der Rohstoff ist in großen Mengen und überall verfügbar. Und ein wertvoller Rohstoff: Das ostdeutsche Cleantech-Unternehmen VERBIO etwa hat ein Verfahren entwickelt, mit dem auf Basis von Stroh Biomethan gewonnen werden kann. Zwei Tonnen Stroh reichen, um einen Erdgas-PKW ein Jahr lang zu betreiben.

Doch die Strohhalme haben seit jeher bekannte hervorragende Dämmeigenschaften, die immer häufiger auch im Hausbau zum Tragen kommen. Diese besondere Eigenschaft nutzen auch Dr. Thomas Maier-Eschenlohr und seine Frau Patricia – allerdings nicht für den Hausbau, sondern vielmehr um wirklich ökologische Isolier- und Schutzverpackungen auf den Markt zu bringen.

Landpack: Stroh ist das neue Styropor

„Die Idee hatten wir 2013, weil wir für den Hofladen meiner Eltern nach Möglichkeiten suchten, Lebensmittel ökologisch und sicher für den Versand zu verpacken“, berichtet Maier-Eschenlohr. Bislang werden im Lebensmittel-Versand vor allem Styropor, Plastik und andere, wenig nachhaltige, Verpackungsmaterialien eingesetzt. Zwei Jahre sondierte das Ehepaar die Lage, beobachtete den Markt und probierte unterschiedliche Materialien aus. In der heimischen Küche entstanden die ersten Prototypen.

Landpack LandboxDie Wahl fiel letztlich auf Stroh: „Stroh ist insbesondere feuchtigkeitsregulierend, aber auch geruchsneutral und isoliert genauso gut wie Styropor“, zählt der Unternehmer einige der Vorteile auf. Im nächsten Schritt konzipierte der Medizintechnik-Ingenieur die Produktionsanlage – basierend auf den Standards der Lebensmitteltechnik. In dem thermodynamischen, patentierten Verfahren von Landpack wird das Stroh vollautomatisch zu Platten gepresst und dabei prozessintegriert gereinigt. Es kommen keine Klebstoffe zum Einsatz. Anschließend wird die Platte mit einer biologisch abbaubaren Folie umhüllt.

Aus sechs bis sieben solcher Platten entsteht schließlich die Landbox – je nach Variante beispielsweise mit zusätzlichem Deckel, um die Isolierwirkung für gekühlte Lebensmittel zu verstärken. Selbst Weinflaschen können vorteilhaft verschickt werden: Stroh hat eine zusätzlich stoßdämpfende Wirkung. „Stroh ist das neue Styropor – nur viel ökologischer und umweltfreundlicher in der Herstellung als Isolierverpackung“, ist sich Patricia Eschenlohr sicher.

Landpack setzt auf energiesparende Produktion

Landpack Team im Stroh versunkenIn der Herstellung benötigen die Münchner 20 Kilowattstunden je Kubikmeter – der Energieaufwand bei der Fertigung von Styropor ist 50mal höher: „Jeder einzelne Strohhalm enthält unzählige Luftkämmerchen, die für die hohe Isolierwirkung sorgen. Ein Dämmmaterial mit idealen Eigenschaften liegt auf dem Feld. Wir müssen es nur nutzen. Styropor basiert auf Erdöl und der Energieaufwand zu Herstellung ist gewaltig“, erklärt Maier-Eschenlohr. Pro Box wird – je nach Größe – ungefähr ein Kilo Stroh benötigt.

Die Innovation von Landpack stößt im E-Commerce seit der Markteinführung 2015 auf überwältigende Resonanz. Einer der ersten Partner war schon früh der Wellpappenhersteller Klingele. Die Andechser Molkerei setzt die Landbox mitsamt wassergefüllter Kühlelemente ein. Auch der Feinkosthändler Käfer ist mit von der Partie. „Wir haben auch Anfragen aus Amerika, wollen uns aber erstmal in Europa etablieren“, sagt Patricia Eschenlohr über die weiteren Pläne von Landpack.

Landpack expandiert und entwickelt weiter

Die Landbox Hanf von LandpackFür die geplante Expansion hat das Cleantech-Unternehmen Landpack gerade einen weiteren Standort bezogen mit mehr als 1.500 Quadratmeter Produktionsfläche, großzügigen Außenflächen, vielen schönen Büros, einer Cafeteria und sogar Mitarbeiterwohnungen. Die Standorte für technische Entwicklung einerseits und Produktion andererseits wurden getrennt.

Ideen für weitere Produkte und die Weiterentwicklung der „Strohbox“ sind auch in Zukunft reichlich vorhanden: Inzwischen gibt es auch die Landbox aus Hanf (siehe Foto) und eine kompostierbare Isoliertasche.

Der Beitrag Landpack: Nachhaltige Verpackungen für Lebensmittelversand erschien zuerst auf CleanThinking.de.

Powered by WPeMatico

Electrochaea plant Power-to-Gas Anlagen im Gigawatt-Maßstab

Die biokatalytische Methanproduktion gilt als wichtige Technologie für die Energiewende. Das Cleantech-Unternehmen Electrochaea betreibt seit 2016 die weltweit erste biologische Methanisierungsanlage im Megawatt-Maßstab. Jetzt ist es dem Unternehmen gelungen, einen speziell zur effektiven biokatalytischen Me-thanproduktion gezüchteten Mikroorganismen-Stamm patentieren lassen. Damit sollen schon bald Gigawatt-Anlagen möglich werden.

Bioreaktor von Electrochaea

Electrochaea plant Power-to-Gas Anlage im Gigawatt-Maßstab

CleanThinking, 28. Februar 2017. Electrochaea will die patentierten Archaeen einsetzen, um besonders effizient aus Wasserstoff und CO2 Biomethan in Erdgasqualität herzustellen. Bei den Mikroorganismen handelt es sich um Archaeen, eine Variante des Stammes Methanothermobacter thermautotrophicus. Sie gelten als die ältesten Lebewesen auf der Erde und bilden neben Bakterien und Eukaryoten den dritten Ast des Stammbaums des Lebens.

Die Archaeen sind wahre Überlebenskünstler und können sich extremen Umweltbedingungen anpassen. Die besonderen Stoffwechselleistungen der Mikroorganismen sind biotechnologisch hochinteressant und können vielfältig genutzt werden. „Das Ergebnis unserer Archaeen-Kultivierung hat uns selber überrascht. Wir haben die Raum-Zeit-Ausbeute der Archaeen um den Faktor zwanzig gesteigert und das bei stabiler Netzqualität des Methans“, sagt Dr. Mich Hein, Geschäftsführer von Electrochaea.

Die von Electrochaea entwickelte Methode der biologischen Methanisierung ist womöglich eine Schlüsseltechnologie, um CO2 sinnvoll zu nutzen und Strom aus erneuerbaren Energiequellen als Gas speicherbar zu machen. Der Strom wird dabei in einem ersten Schritt zur Herstellung von Wasserstoff genutzt (Elektrolyse). Der Wasserstoff und zugeführtes CO2 aus industriellen Abgasen oder anderen Quellen werden daraufhin von den Archaeen in einem biokatalytischen Prozess in Biomethan umgewandelt.

Electrochaea Gas für Wärme oder Treibstoff

Das von den Mikroorganismen produzierte Gas kann zeitlich und räumlich unabhängig für die Erzeugung von Wärme oder auch als Treibstoff genutzt werden. Speicherung und Transport des Biomethans erfolgen über das bestehende Erdgasnetz. Der kostenintensive Bau einer zusätzlichen Infrastruktur ist daher nicht nötig.

Bislang war ein kommerzieller Einsatz der Technologie unmöglich, da die Leistung der Archaeen nicht ausreichend und beständig genug war. Der wissenschaftliche Durchbruch gelang Prof. Laurens Mets am Department für Molekulare Genetik und Zellbiologie der Universität Chicago, der die Effizienz des Archaeen-Stammes durch einen gezielten Selektionsprozess deutlich steigern konnte. Aufbauend auf dieser Forschungsleistung und in enger Zusammenarbeit mit Prof. Mets ist es dem Team um Geschäftsführer Dr. Mich Hein 2014 gelungen, die Technologie so weiter zu entwickeln, dass eine kommerzielle Nutzung im industriellen Maßstab jetzt möglich ist.

Das ist gerade dann wichtig, wenn die Methode im industriellen Maßstab eingesetzt wird. Genau das hat Electrochaea nun vor. „Wir können jetzt sehr schnell nach oben skalieren und das zu betriebswirtschaftlich sehr vernünftigen Kosten“, erklärt Dr. Hein. In Ungarn ist nach Angaben von Electrochaea eine Anlage mit einer Leistungsaufnahme von zehn Megawatt geplant. Weitere Anlagen in der Schweiz und in den USA sind im Bau. Bis 2025 seien Anlagen im Gigawattbereich realistisch, so das Unternehmen.

Der Beitrag Electrochaea plant Power-to-Gas Anlagen im Gigawatt-Maßstab erschien zuerst auf CleanThinking.de.

Powered by WPeMatico

Batterierecycling: Eine Milliarde Batterien pro Jahr

Eine Fabrik zum Batterierecycling der REDUX GmbH wird künftig Altbatterien aus 20 europäischen Ländern wiederaufbereiten – 25.000 Tonnen pro Jahr. In Offenbach ist dafür im Juni eine neue High-Tech-Anlage in Betrieb gegangen. Verbesserte Technologien sollen den Weg für eine boomende Branche bereiten, denn durch die wachsende Bedeutung von Elektromobilität  und Stromspeichern sowie dem ungebrochenen Hype um Smartphones und Tablets wird effizientes Batterierecycling immer wertvoller.

Redux recycelt Batterien21.06.2016. Batterien für den Hausgebrauch sind nicht nur alltägliche Speichermedien, sondern enthalten oft auch Schwermetalle, die die Umwelt belasten. Ihre Entsorgung und Aufbereitung ist entsprechend aufwändig, denn Batterien gehören noch immer in den Sondermüll. Das Unternehmen REDUX hat sich als Pionier für Batterierecycling einen Namen gemacht und ist inzwischen Weltmarktführer in der Branche.

An seinem Standort in Dietzenbach war REDUX an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen. „Dort konnten im Jahr maximal 12.000 Tonnen Altbatterien verarbeitet werden“, so Geschäftsführer Holger Kuhlmann. Neben dem Firmen-Hauptsitz in Bremerhaven ging deshalb im Juni eine größere und modernere Recyclinganlage in Offenbach in Betrieb, die Batterien aus 20 europäischen Ländern wiederverwertet. Mit neuen, verbesserten Technologien wird angestrebt, einen echten Wertstoffkreislauf bei Gerätebatterien zum industriellen Standard zu machen. Alte Batterien werden in ihre Bestandteile zerlegt und als Sekundärrohstoffe wieder für die Batterieherstellung eingesetzt – so sieht die spezielle Recyclingmethode von REDUX aus.

Mehr Kapazität zum Batterie-Recycling in Offenbach„Neben den wirtschaftlichen und ökologischen Vorteilen verbessert sich durch dieses Verfahren und die neue Anlage auch die stoffliche Verwertungsquote“, sagt Holger Kuhlmann. 25.000 Tonnen – rund eine Milliarde Batterien – diese riesige Menge will die REDUX GmbH in Offenbach pro Jahr recyceln. Das entspricht einem Achtel aller EU-weit gesammelten Batterien. Die Sortierung erfolgt laut Unternehmen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 30 Batterien in der Sekunde. Zwei Millionen Euro hat das Unternehmen in den neuen Standort investiert, knapp 40 Mitarbeiter sollen hier arbeiten.

Auch beim Recycling von Lithium-Batterien, die z.B. in Elektroautos, Laptops oder Mobiltelefonen verwendet werden, strebt REDUX die Marktführerschaft an. Dafür setzt es auf die Kompetenzen des österreichischen Unternehmens Saubermacher, das kürzlich die 100-prozentigen Anteile von REDUX übernommen hat. Saubermacher betreibt im Bereich Lithium-Batterien seit fünf Jahren intensive Forschungsarbeit. Alkali-Mangan- und Zink-Kohle-Batterien, die mit von REDUX recycelten Batteriebestandteilen hergestellt werden, sind bereits seit 2015 erfolgreich auf dem Markt.

Der Beitrag Batterierecycling: Eine Milliarde Batterien pro Jahr erschien zuerst auf CleanThinking.de.

Powered by WPeMatico

Europas erster E-Kipplaster in Betrieb

Der kleine pfälzische Ort Enkenbach-Alsenborn erlebte dieser Tage eine Premiere: die Übernahme von Europas erstem E-Kipplaster. Das Fiat-basierte Fahrzeug der Hamburger emovum GmbH soll in der 7.200-Seelen-Gemeinde für die emissionsfreie Beförderung von schweren Lasten und Schüttgut sorgen.

erster elektrischer Kipplaster23.06.2016. In Enkenbach-Alsenborn wird Umweltschutz ganz groß geschrieben. Bereits vor vier Jahren wurde die Gemeinde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) als einzige pfälzische Gemeinde und kleinste Pionierkommune im deutschlandweiten Wettbewerb „Masterplan 100 % Klimaschutz“ ausgewählt. Das Projekt fördert Kommunen, die ihre Treibhausgasemission bis 2050 um 95 Prozent senken wollen.

Teil des Masterplans von Enkenbach-Alsenborn ist der vom Ministerium geförderte E-Kipper E Ducato, der im kommunalen Bauhof eingesetzt wird und im unmittelbaren Radius der Ortschaft seinen Dienst versieht. Der Laster reiht sich ein in einen kleinen alternativen Fuhrpark, der aus fünf Elektrofahrzeugen und einem Hybridfahrzeug besteht, die von der und für die Gemeinde genutzt werden. Darunter befindet sich auch ein Car-Sharing-Mobil.

Die Bauhofmitarbeiter fahren den neuen E Ducato fast täglich. „Das ist schon ein sehr schönes Fahrgefühl – umweltfreundlich und so leise“, ist die einhellige Meinung. Das Aufladen des Elektrofahrzeugs dauert drei Stunden und erfolgt direkt im Bauhof über eine 11 kW Wallbox. Einmal „vollgetankt“, fährt der E Ducato 250 Kilometer weit. Daran soll sich laut Hersteller auch im Winter nichts ändern, denn der Kipper verfügt über eine zusätzlich eingebaute Bioethanol-Standheizung.

Noch gibt es in Europa nichts Vergleichbares im Nutzfahrzeugbereich. „Der E Ducato ist eine bisher konkurrenzlose Fahrzeuglösung für Städte und Kommunen“, erklärt emovum-Geschäftsführer Andreas Pfeffer. Neben dem Kippermodell bietet das Unternehmen auch andere E-Fahrzeugmodelle an – beispielsweise mit Kühlaufbau oder als Personentransporter.

Vom künftigen Erfolg ihrer E-Fahrzeuge ist die emovum GmbH überzeugt „Eine Förderung, etwa durch Kaufprämien, ist für uns ein wichtiges Zeichen dafür, dass jetzt auch die Politik konsequent die E-Mobilität unterstützt. Wir glauben aber fest daran, dass sich Elektrofahrzeuge auch unabhängig davon durchsetzen werden – und das zuallererst bei Nutzfahrzeugen“, gibt sich Andreas Pfeffer zuversichtlich.

In Enkenbach-Alsenborn ist man jedenfalls sehr zufrieden mit dem neuen Gemeindefahrzeug. „Mit dem E-Kipper rücken wir näher an unser Klimaschutzziel“, sagt Bürgermeister Jürgen Wenzel.

Der Beitrag Europas erster E-Kipplaster in Betrieb erschien zuerst auf CleanThinking.de.

Powered by WPeMatico

Speicher aus Spezialbeton: für solare Wärmenutzung und Stromerzeugung

Das norwegische Energieunternehmen EnergyNest hat einen Wärmespeicher für die Industrie entwickelt, der mit Beton als Speichermedium arbeitet. Die so gespeicherte Wärme lässt sich vielfältig nutzen: als Prozesswärme, zur eigenen Stromerzeugung und zur Stabilisierung ganzer Stromnetze. Unterm Strich steigt so die Energieeffizienz signifikant.

Betonspeicher von EnergyNest20.06.2016. Seit 2015 läuft die Bewährungsprobe für den EnergyNest-Pilotspeicher TES im Sonnenwärmekraftwerk „Beam Down“ im klimaneutralen Stadtprojekt Masdar City in der Nähe von Abu Dhabi. „Ich habe viele Energiespeicher genau studiert – und der thermische Speicher von EnergyNest erfüllt exakt unsere Erwartungen“, sagt Dr. Steve Griffiths, Vizepräsident für Forschung am Masdar Institut.

Was den Betonspeicher TES so innovativ macht, basiert auf seiner speziellen Zusammensetzung, die in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen HeidelbergCement entwickelt wurde¬. Er besteht aus 75 Prozent Quarz und 25 Prozent weiteren Additiven. Das lässt den Beton laut EnergyNest sehr kompakt werden. Im Innenbereich enthält der Speicher Karbonstahlröhren, durch die im Falle von „Beam Down“ in Masdar City heißes Thermoöl fließt, das von einem kleinen Solarkraftwerk mit einer Leistung von 100 Kilowatt erhitzt wird. Der Beton speichert die Wärme über viele Stunden, um sie später in sonnenarmen Stunden zur Stromerzeugung zu nutzen.

Die Wärmeträgerflüssigkeit hat bis zu 160 bar Druck und ein einziges Speichermodul besitzt eine Kapazität von zwei Megawatt thermisch. Aufgrund des skalierbaren Aufbaus kann TES nach Angaben des Herstellers problemlos bis in den Gigawattbereich speichern, indem einfach weitere Betonklötze aufgestellt werden. Beim Aufheizen dehnt sich der Spezialbeton ähnlich stark aus wie der Stahl der Wärmetauscherröhren. Risse werden dadurch vermieden. EnergyNest prognostiziert eine Speicherlebensdauer von mindestens 50 Jahren.

Doch der TES punktet laut EnergyNest auch bei den Kosten: Bereits bestehende alternative Wärmespeichertechnologien, wie flüssige Salze oder Redox-Flow-Batterien, sind im Vergleich ungleich teurer. So liegt der Betonspeicher bei Installationskosten von 25 US-Dollar pro kWh – das entspricht etwa der Hälfte von Wettbewerbern. Die Betriebskosten machen aufgrund des starren Aufbaus des Speichers sogar nur ein Fünftel aus.

Ein weiteres Plus: Der Speicher bietet großes Potenzial zur Eigenstromerzeugung und Kraft-Wärme-Kopplung. Hier könnten Gesamtwirkungsgrade der Wärmespeicherung von bis zu 90 Prozent erreicht werden. Spitzenlastbedarfen wird mit einer eigenen Turbine und kleinem Stromgenerator begegnet.

Momentan laufen bei EnergyNest Vorbereitungen zu weiteren Praxistests des Betonspeichers: in drei solarthermischen Kraftwerksprojekten in den USA und im Mittleren Osten, bei einem Windparkbetreiber, der seinen überschüssigen Strom im TES zwischenspeichern will und bei einem deutschen Zementunternehmen, das seine Energieeffizienz mit gespeicherter Prozesswärme erhöhen möchte.

Der Beitrag Speicher aus Spezialbeton: für solare Wärmenutzung und Stromerzeugung erschien zuerst auf CleanThinking.de.

Powered by WPeMatico