Togo

Hauptstadt: Lomé

Staatsform: Präsidiale Republik

Währung: CFA-Franc (FCFA)

Fläche: 56.785 km²

Bevölkerung: 5,56 Mio

Sprachen: Französisch (offiziell und Handelssprache), Ewe und Mina

Religionen: Naturreligionen 51 %, Christen 29 %, Muslime 20 %

Stromsystem: 127-220/50 Hz (Europäischer Stecker)

Telefonvorwahl: +228

Internet TLD: .tg

Zeitzone: UTC

 

Togo pflegt gute Beziehungen zu seinen Nachbarn Ghana, Benin und Burkina Faso, das zu seiner Versorgung auf den Tiefseehafen Lomé angewiesen ist. Togo ist Mitglied zahlreicher internationaler (etwa Afrikanische Union) und Regionalorganisationen (Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS/CEDEAO, Westafrikanische Wirtschafts-und Währungsunion UEMOA – Togo hat gegenwärtig den Vorsitz inne, der Gemeinschaft sahel-saharischer Staaten CEN-SAD sowie der Zone d’Alliance et de Coprospérité ZACOP). Im Oktober 2011 wurde Togo als nichtständiges Mitglied für die Jahre 2012/3 in den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen gewählt. Es engagiert sich dort vor allem für die Probleme der maritimen Sicherheit im Golf von Guinea und neuen Sicherheitsbedrohungen für die Region.

Es beteiligt sich an internationalen Friedensmissionen insbesondere in afrikanischen Staaten. Togo hat sich intensiv um die Wiederaufnahme der seit 1992/3 suspendierten Entwicklungshilfe von Geberländern und internationalen Entwicklungsorganisationen bemüht und dies seit 2007 sukzessive auch erreicht, 2012 hat auch Deutschland die Entwicklungszusammenarbeit wiederaufgenommen.

Togo hat trotz des seit 2006 eingeleiteten Reformprozesses die wirtschaftliche und soziale Krise noch nicht überwunden. Etwa 40% der Bevölkerung Togos verfügen über weniger als 1,25 US-Dollar und ca 70% über weniger als 2 US-Dollar am Tag. Die Arbeitslosenquote ist besonders auf dem Land und bei jungen Togoern sehr hoch. Auf dem Human Development Index 2011 nimmt Togo den 162. Platz von 187 ein. Noch immer sind etwa 75 Prozent der aktiven Bevölkerung in der Landwirtschaft beschäftigt. Trotz gewisser Fortschritte wird das Land vermutlich nur wenige Milleniumsziele (etwa Gesundheit, Grundschulausbildung) erreichen. Die HIV/Aids Neuansteckungsrate der Bevölkerung (15 Jahre und älter) lag 2010 bei 3,2%.

 

Togo

Da das Land über keine eigenen Reserven an fossilen Rohstoffen, wie etwa Erdgas oder Erdöl verfügt, ist der Energiesektor des Landes weitgehend von Importen abhängig.

 Die meiste Energie, die in Togo genutzt wird, stammt aus den großen Wasserkraftwerken des westlichen Nachbarn Ghana.
Aufgrund der günstigen klimatischen Bedingungen verfügt Togo jedoch über ein hohes Potenzial an erneuerbaren Energien, wie etwa Sonnen- oder Windkraft. Dieses Potenzial wird jedoch bisher noch nicht genutzt, was unter anderem daran liegt, dass das nötige Know-How und die finanziellen Mittel fehlen.
Die Energiegewinnung in ländlichen Gebieten des Landes speist sich fast ausschließlich aus Abholzung und dem Gebrauch von Feuerholz. Solange in den peripheren ländlichen Regionen keine anderen Optionen zur Energiegewinnung implementiert werden, wird sich an dieser Situation in naher Zukunft auch nichts ändern. Problematisch ist ein solches Vorgehen deshalb, da dadurch der natürliche Schutz des Bodens vernichtet wird und es zu großflächiger Degradation kommt. In der Folge verlieren die Böden wichtige Nährstoffe, was wiederum die landwirtschaftlichen Erträge schmälert und zu einer weiteren Verarmung der ländlichen Bevölkerung führt.

 

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