Nigeria

Hauptstadt: Abuja

Staatsform: Präsidiale Bundesrepublik

Währung: 1 Naira (N) = 100 Kobo

Fläche: 924.000 km²

Bevölkerung: 137 Mio

Sprachen: Englisch (offiziell), Hausa, Yoruba, Igbo (Ibo), Fulani

Religionen: Muslime 50 %, Christen 40 %, Naturreligionen 10 %

Stromsystem: 230V/50Hz (Britischer Stecker)

Telefonvorwahl: +234

Internet TLD: .ng

Zeitzone: UTC+1

 

Nigeria ist ein AKP-Land (ein Mitglied der afrikanisch-karibisch-pazifischen Staatengruppe) und arbeitet mit der EU im Rahmen des Cotonou-Abkommens zusammen. Während der Militär-Diktatur unter General Abacha fror die EU in den 1990er Jahren ihre Zusammenarbeit mit Nigeria ein. Mit dem Übergang zu einer gewählten Regierung 1999 wurde die Kooperation wieder aufgenommen. Nach Freigabe der Mittel standen bzw. stehen aus den 6. bis 9. Europäischen Entwicklungsfonds (EEF) insgesamt ca. 700 Millionen Euro für Nigeria zur Verfügung. Das Programm für den neuen 10. EEF (Zeitraum 2009-2013) umfasst ein Volumen von 580 Millionen Euro mit Zusatzmitteln von 97 Millionen Euro. Damit ist Nigeria der größte Einzelempfänger von EU-Entwicklungszusammenarbeit.

Bereiche der Zusammenarbeit sind die Förderung der „guten Regierungsführung“ und der Menschenrechte, von Frieden und Sicherheit sowie von Handel und regionaler Integration. Die EU hat in der Vergangenheit auch bei der Durchführung von Maßnahmen im Rahmen der Demokratisierung geholfen. Ein Beispiel war die Unterstützung der Volkszählung 2006 mit einem Betrag von 113,5 Millionen Euro, und der Vor- und Nachbereitung der Wahlen, hier insbesondere bei Maßnahmen der politischen Bildung und Demokratisierung auf lokaler Ebene.

Das Wirtschaftswachstum der letzten Jahre war neben den Banken-, Telekommunikations- und Agrarsektoren auch auf die hohen Öleinnahmen zurückzuführen. Die Regierung legt Mehreinnahmen aus dem Ölexport auf ein Sonderkonto der Zentralbank fest, um damit eine stabilere Fiskalpolitik zu erzielen, einen Inflationsschub zu verhindern und Reserven für schlechtere Zeiten anzulegen. So konnten die Auswirkungen der globalen Finanzkrise erfolgreich abgefedert werden. Im Mai 2011 hat die Regierung für die Öleinnahmen einen „Sovereign Wealth Fund“ geschaffen, der die Mittel transparent und effizient verwalten soll.

Die Regierung Nigerias hat den Kampf gegen Korruption zu einem Ziel ihrer Wirtschaftspolitik erklärt. Durch die Einführung eines geordneten Verfahrens bei der Vergabe öffentlicher Aufträge und die Schaffung größerer Transparenz bei den Einnahmen im Öl- und Gasgeschäft hat sie wichtige Schritte zu diesem Ziel eingeleitet. Eine weitere wichtige Maßnahme war die Einrichtung einer Economic and Financial Crimes Commission (EFCC) zur Bekämpfung von Korruption und Wirtschaftsverbrechen. Als Ergebnis der Bemühungen der EFCC wurde Nigeria 2006 aus der von der Financial Action Task Force der G8 geführten Liste der bei der Bekämpfung von Geldwäsche „nicht-kooperierenden Staaten“ gestrichen.

 

Nigeria

Nigeria ist eigentlich aufgrund seines Öl- und Gasvorkommens ein sehr reiches Land. Leider spiegelt sich das nur sehr wenig im Alltag der dort lebenden 140 Millionen Menschen wieder. 

Viele Menschen müssen beispielsweise mit zwei Stunden Strom pro Tag auskommen. Um diesem negativen Sachverhalt entgegen zu wirken, haben sich viele Nigerianer einen Stromgenerator zugelegt. Damit können sie rund um die Uhr Strom generieren. Allerdings haben diese Generatoren den Nachteil, dass sie ständig in Betrieb, einen Lärm produzieren, der vor allem nachts unüberhörbar ist. Strom aus Kraftwerken, wie wir ihn kennen, gibt es dort allemal zwei Stunden pro Tag und das auch nicht immer regelmäßig zur selben Uhrzeit oder Tageszeit.
Die zweitgrößte Volkswirtschaft des afrikanischen Kontinents hat bis zum Jahr 2020 Großes vor. Innerhalb der nächsten acht Jahre will Nigeria zum Club der zwanzig größten Volkswirtschaften der Welt aufsteigen. Mit etwa 150 Millionen Einwohnern ist Nigeria das bevölkerungsreichste Land Afrikas und unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nach Südafrika das zweitwichtigste Land in Afrika südlich der Sahara. Nigeria verfügt über sehr große Erdöl- und Erdgasvorkommen. Es ist größter Ölproduzent Afrikas und verfügt über die größten Erdgasreserven Afrikas.
Die Energieversorgung ist zentrales Thema der nigerianischen Politik. Dabei sollen Projekte der Versorgungsunternehmen für den Zugang zu Erdgas, der Anlagenbauer und Berater zur Sicherung der Elektrizitätsversorgung durch konventionelle und durch erneuerbare Energien in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Im Mittelpunkt steht die Verbesserung der Stromversorgung in Nigeria durch die Erhöhung von Kraftwerkskapazitäten (Öl und Gas) und den Ausbau der Verteilungskapazitäten, aber auch der Einsatz erneuerbarer Energien.

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