Guinea-Bissau

Hauptstadt: Bissau

Staatsform: Präsidiale Republik

Währung: CFA-Franc (XOF)

Fläche: 36.125 km²

Bevölkerung: 1,39 Mio

Sprachen: Portugiesisch (offiziell), Kreolisch, Stammesdialekte

Religionen: Naturreligionen 50 %, Muslime 45 %, Christen 5 %

Telefonvorwahl: +245

Internet TLD: .gw

Zeitzone: UTC

 

 

Guinea-Bissau ist eine Präsidialrepublik mit einer starken Stellung des direkt gewählten Staatspräsidenten. Er ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte, er besitzt ein Vetorecht gegen Beschlüsse der Nationalversammlung und kann sie bei politischen Krisen auflösen. Das in sieben Regionen eingeteilte Land wird zentral verwaltet. Das System der verfassungsmäßigen Gewaltenteilung ist schwach ausgebildet, mit einer dominierenden Exekutive und einem nach wie vor stark präsenten Militärsektor.
Die Außenverschuldung war 2008 zweieinhalb mal so groß wie das Bruttosozialprodukt. Die öffentlichen Finanzen befinden sich auf derart niedrigem Niveau, dass eine Grundversorgung der Bevölkerung (Gesundheit, Bildung, soziale Sicherung) nicht gewährleistet ist. Die gesamte Infrastruktur ist mangels Investitionen und verfügbaren Kapitals stark unterentwickelt (mit Ausnahme des Mobiltelefon-Bereichs und des derzeitigen Baubooms). Die soziale Lage der Bevölkerung lässt derzeit keine nachhaltige Entwicklung zu. GNB nimmt 2011 Platz 176 (von 187) im Human Development Index ein. Die Lebenserwartung nach der Geburt ist mit nur 48,7 Jahren eine der niedrigsten in der Welt (Durchschnitt Sub-Sahara-Afrika 52,2 Jahre). Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird für 2010 auf 837 Millionen US-Dollar und das Pro-Kopf-Einkommen auf 1.100 US-Dollar geschätzt. Für 2011 wird ein Wirtschaftswachstum (vorläufige Schätzung) von 5,3 Prozent erwartet (2009: 3 Prozent). Die Inflation liegt derzeit bei 2,5 Prozent. Mit Hilfe der Internationalen Finanzinstitutionen gelingen einige Fortschritte bei der Sanierung der Staatsfinanzen. Mit ersten Maßnahmen seit 2007 zur Eindämmung zentraler struktureller Schwächen gelang es in kurzer Zeit, Einnahmen zu steigern, Defizite in der Finanzverwaltung anzugehen und Ansätze von Transparenz zu etablieren. Auf absehbare Zeit bleibt der Haushalt aber abhängig von direkten Budgethilfen der Geber.

 

Guinea Bissau

Seit dem Bürgerkrieg im Land von 1998/1999 ist die Infrastruktur und somit auch die Energieversorgung im Land sehr schlecht.

Da Guinea-Bissau auch zu den ärmsten Ländern der Welt zählt, ist in nächster Zeit kaum mit einer Verbesserung der Lage zu rechnen. Im Jahr 1974 gewann Guinea-Bissau seine Unabhängigkeit von Portugal und seitdem ist das Land häufig von Unruhen betroffen.
Die Energieversorgung kann, wie im übrigen auch die Wasserversorgung, nicht garantiert werden, selbst in der Hauptstadt Guinea-Bissaus, Bissau, ist das Stromnetz oft überlastet. Häufige Stromausfälle sind an der Tagesordnung und nur wenige Hotels oder öffentliche Gebäude wie Restaurants, etc. verfügen über einen Generator, um Stromausfälle zu überbrücken.
Guinea-Bissau hat ein großes Potenzial zur Wasserkraft-Ressourcen-Entwicklung für den heimischen Markt sowie auch für den Export. Die potenzielle Produktionskapazität der Corubal und Geba Flüsse allein übersteigt um ein Vielfaches den geschätzten zukünftigen Bedarf des Landes. 

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