Gambia

Hauptstadt: Banjul

Staatsform: Präsidiale Republik

Währung: 1 Dalasi (GMD) = 100 Butut

Fläche: 11.300 km²

Bevölkerung: 1,55 Mio

Sprachen: Englisch (offiziell), Mandinka, Wolof, Fula, andere

Religionen: Muslime 90 %, Christen 9 %, Naturreligionen 1 %

Stromsystem: 230V/50Hz (UK Stecker)

Telefonvorwahl: +220

Internet TLD: .gm

Zeitzone: MEZ-1h (WEZ)

 

Gegenüber den Industriestaaten nimmt Präsident Jammeh des Öfteren eine kritische Haltung ein und wirbt mit panafrikanischen Parolen, ist aber grundsätzlich an wirtschaftlicher Zusammenarbeit und einem für Investoren und Touristen offenen Gambia interessiert. Die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien ist oft Zielscheibe von Kritik, bleibt aber ein wichtiger Partner für Gambia.

Die EU ist der wichtigste Partner in der Entwicklungszusammenarbeit. Ihre Projekte umfassen Infrastrukturmaßnahmen wie Straßenbau und wichtige Reformen beispielsweise im Bereich der Justiz.

Seit der Machtübernahme Jammehs 1994 werden die Beziehungen zu einigen Golfstaaten und zu Venezuela intensiviert. Gambia gehört zu vier afrikanischen Ländern, die Taiwan anerkannt haben und daher keine Beziehungen zur Volksrepublik China unterhalten.

Gambia besitzt keine Bodenschätze, die sich wirtschaftlich erschließen ließen – Landwirtschaft, Tourismus und Fischerei sind die Haupterwerbszweige des Landes. Daneben stellen Geldüberweisungen von im Ausland lebenden Gambiern einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar.

Gambia zählt zu den ärmsten Ländern der Welt: Laut Angaben von UNDP leben über 60% der Bevölkerungunterhalb der Armutsgrenze, Gambia steht damit an 168. Stelle von 194 des Human Development Index der Vereinten Nationen.

Das BIP verzeichnete im Zeitraum 2008 bis 2011 ein durchschnittliches Wachstum von ca. 6,5% pro Jahr, erwirtschaftet hauptsächlich im Landwirtschaftssektor. Einnahmen aus dem Tourismus und durch Überweisungen von im Ausland lebenden Gambiern gingen aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise in diesem Zeitraum zurück. 2011 erholte sich der Tourismussektor langsam wieder, das BIP wuchs jedoch weniger stark als in den Vorjahren. Die Wachstumsrate betrug lediglich ca. 5,5% – bedingt durch Einbußen bei der Getreideproduktion aufgrund mangelnder Niederschläge.

Das BIP wurde 2011 zu 29,5 Prozent im primären, zu 15,1 Prozent im sekundären und zu 55,4 Prozent im tertiären Sektor erwirtschaftet.

Die Inflationsrate wird für 2011 voraussichtlich ca. 5,5% betragen.

 

Gambia

Die Kraftwerksleistung zur Erzeugung von Strom betrug 2009 etwas mehr als 60 Megawatt Leistung, die ausschließlich von Dieselgeneratoren erzeugt werden. 80 Prozent aller Staatsausgaben dienen dem Öleinkauf, und damit ist Gambia anfällig für steigende Energiepreise.

Die Energieversorgung ist lückenhaft, nur jeder zweiter Bewohner in den städtischen Siedlungen und jeder vierte in den ländlichen Siedlungen ist ans Stromnetz angeschlossen. Die Netzverluste sind gravierend, rund 40 Prozent der einspeisten Energie gehen verloren. Gründe liegen in der Leitungsschwäche und im Diebstahl.
Im Bereich der Erneuerbare Energien hat man in Gambia noch kaum investiert, eine erste 150-KW-Windkraftanlage entstand an der atlantischen Küste in Batokunku.

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