Biogas

 

Biogas

CLEANTECH GERMANY bündelt Manager, Planer und Installateure von Biogaswerken und Vertretern aus Wissenschaft und Forschung. Unsere Kooperationen in Wissenschaft und Forschung reichen bis zu den wichtigsten Institutionen und Universitäten Europas. Desweiteren existiert eine engagierte Interessenvertretung auf regionaler, nationaler und internationaler politischer Ebene – auch so setzen wir uns für eine verstärkte Nutzung der Biogasenergie ein.

Auf diese Weise fördern wir die technische Entwicklung im Biogasbereich und die wissenschaftliche Arbeit im Bereich der Biogastechnik, zusammen mit praktischen Erfahrungen – mit positiven Resultaten für Mensch und Natur. Doch darauf ruhen wir uns nicht aus. Wir schulen außerdem, bieten Workshops an. Wir motivieren international zum Erfahrungsaustausch durch Kontaktaufnahme und Pflege von relevanten Ansprechpartnern im In- und Ausland, ein Kommunikationsnetz für die schnelle Absprache zwischen Mitgliedern in den einzelnen Gebieten gehört auch dazu. Maßstäbe zur Beibehaltung und Verbesserung der Qualität von Biogasanlagen sind ebenso geschaffen worden.

Unser Ziel
Der Ausbau der regional maßgeschneiderten Biogasproduktion und -benutzung muss nachhaltig, risikolos und dezentral erfolgen. Die Energieversorgung soll die Situation der Umwelt verbessern – und die die Stromversorgung eines Gebietes so sicherstellen, dass regionale Besonderheiten berücksichtigt werden.

Wie wir dies umsetzen
Nicht nur die Interessenvertretung bietet uns wichtige Handlungsmöglichkeiten. Wenn wir die Rahmenbedingungen für eine regional individuelle Biogasnutzung verbessern und internationale Maßstäbe einhalten und durchsetzen, können wir die Konstruktion, den Bau und Betrieb von Biogasanlagen aktiv mit gestalten. So können wir auch das vorhandene Wissen durch das Angebot und die Unterstützung von Aus- und Fortbildungsmaßnahmen in unseren Partnerländern vermitteln.

Was bedeutet Nachhaltigkeit? Ursprünglich aus der Forstwirtschaft stammend, meinte er damals, nicht mehr Bäume zu fällen als nachwachsen. Heutzutage wird der Begriff umfassender genutzt; er beschreibt, wie unsere Aktionen sein müssen, damit unser Planet den nachfolgenden Generationen das bieten kann, was er auch uns geboten hat.

Ein möglichst kleiner CO2-Fußabdruck – das ist unserer Anspruch.

Unsere Betriebsstätten sollten die Umwelt möglichst wenig belasten – möglichst wenig Kohlenstoffdioxidausstoß und häufigere Nutzung von Materialien aus erneuerbaren Ressourcen, das ist unser Ziel.

Biogas und -öl bilden die zentralen Bestandteile dieser Handlungen. In den kommenden Jahrzehnten wird ihre Bedeutung weiter zunehmen, insbesondere in dem Verkehrssektor.

Eigenschaften von Gaskraftwerken

Gaskraftwerke aller Leistungskategorien ist gemein, dass sie in der erzeugten Leistungenrelativ schnell anpassbar sind. Auch die Anfahrzeit eines Gaskraftwerks liegt in der Regel weit unter einer Stunde. Sie sind somit sogar für die Spitzenlast geeignet. Sie sind gut mit Windkraft kombinierbar.

Die Abgase der Anlagen enthalten Kohlendioxid (CO2) und sind somit klimaschädlich. Jedoch sind die spezifischen Emissionen deutlich kleiner als bei Kohlenkraftwerk – zwischen ca. 400 g/kWh bei GuD-Kraftwerken und rund 600 g/kWh bei reinen Gasturbinenkraftwerken. Mit Kraft-Wärme-Kopplungoder durch Einsatz von Biogaslässt sich die Klimabilanz weiter verbessern. Ansonsten treten gewisse Stickoxidemissionen auf, die stark von der Bauart und Abgasreinigung abhängig sind.

Neue Gaskraftwerke im Rahmen der Energiewende

Im Rahmen der Energiewende kommt Gaskraftwerken zumindest für eine Übergangszeit eine erhöhte Bedeutung zu. Nachdem vor allem Windenergie zunehmend zu einer stark schwankenden Erzeugung führt, werden vermehrt flexibel in der Leistung anpassbare Kraftwerke benötigt, und hier sind Gaskraftwerke weitaus besser geeignet als z. B. Kohlenkraftwerkeund dürften deswegen zunehmend diese verdrängen – was zusätzliche CO2-Minderungseffekte zur Folge haben wird.

Im bayrischen Irsching wurde das leistungsstärkste Gaskraftwerk der Welt eingeweiht. Das Gas- und Dampfkraftwerk (GuD-Kraftwerk) Ulrich Hartmann kommt auf einen Wirkungsgrad von mehr als 60 Prozent. Zum Vergleich: Ein altes Steinkohlekraftwerk wie etwa das Kraftwerk Ensdorf im Saarland kommt auf gerade auf etwas mehr als 30 Prozent. Neue Steinkohlemeiler schaffen etwa 45 bis 46 Prozent. Rund eine halbe Milliarde Euro wurden in das GuD-Kraftwerk mit einer Leistung von 561 Megawatt investiert.

Biogas – ökologische Variante von Naturgas

Biogas ist ein umweltschonender Energieträger von heimischen Äckern. Es entsteht in der Land- und Forstwirtschaft aus tierischen Abfällen, organischen Lebensmittelrest- und Abfallstoffen sowie aus speziell angebauten, schnell wachsenden Energiepflanzen oder Zwischenfrüchten. Es setzt somit nicht mehr Kohlendioxid frei als die Pflanzen während ihres Wachstums über die Fotosynthese aufgenommen haben. Durch die Aufbereitung (Vergärung) in speziellen Anlagen dieser Biomasse entsteht Biogas. Das Biogas kann direkt zur Wärme- und Stromerzeugung verwendet werden oder in Gasaufbereitungsanlagen zu Bio-Erdgas veredelt werden. Es weist die gewohnte Erdgasqualität auf und kann dadurch ins Erdgasnetz eingespeist werden.  Auch kann es als Kraftstoff für Erdgasfahrzeuge, in Reinform oder als Beimischung verwendet werden. Die Biogaserzeugung ist sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll und ist Teil der Kreislaufwirtschaft und ein immer wichtiger werdender Sektor für die heimische Landwirtschaft.

Erdgas

Das heute genutzte Erdgas ist aus organischen Stoffen entstanden. Es wurde bei der Entstehung von Erdöl beziehungsweise von Kohlelagerstätten gebildet. Ausgangsmaterial waren abgestorbene Reste von Plankton und Algen, die auf den Meeresgrund absanken. Mit der Zeit schoben die Flüsse Sand und Geröll darüber, so dass keine Luft mehr an das abgestorbene Plankton gelangte. Es entstand der so genannte Faulschlamm. Dieser Faulschlamm entwickelte sich über lange Zeiträume langsam zu Erdöl- und Erdgasmuttergestein. Mit Hilfe von Bakterien zersetzten sich die hierin eingeschlossenen, abgestorbenen Kleinstlebewesen. Genau wie bei der Kohle gelangt das Muttergestein durch weitere Überlagerungen von Gesteinsmaterial in größere Tiefen. Die dort herrschenden hohen Temperaturen und hohen Drücke führten dazu, dass sowohl das Erdöl als auch das Erdgas aus dem Muttergestein ausgepresst wurde und nach oben stieg, bis es auf eine undurchlässige Gesteinsschicht traf. Darunter sammelte es sich, im so genannten Speichergestein.

Erdgas wird durch Bohrlöcher aus der Erde gefördert und durch Pipelines zum Kunden transportiert. Es bietet vielfältige Anwendungsmöglichkeiten, zum Beispiel für die Heizung, Warmwasserbereitung, Kälte- und Stromerzeugung und als Kraftstoff für Fahrzeuge. Es ist der emissionsärmste fossile Energieträger und kann in vielen Anwendungen andere Energieträger ersetzen die höhere Umweltbelastungen verursachen.

Außerdem arbeiten wir mit den modernsten Raffinerien Europas. Unsere Kooperationspartner in diesem Geschäftszweig beschäftigen weit mehr als 100.000 Mitarbeiter in über 110 Ländern.

Wir verwenden Cookies, um sicherzustellen, dass wir Ihnen die beste Inhalte auf unserer Website bieten.